Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 52, 1896)

Era 
spinax und Synechodus mit der noch recenten Gattung Cestracion 
nach. Von Hybodus speciell werden nicht nur ganze Gebisse, sondern 
auch ganze Schädel und Teile des Körpers beschrieben und abgebildet. 
Meist scheint bei den englischen Exemplaren nur die Haut mit Cha- 
grin und den merkwürdigen Kopfstacheln erhalten zu sein, doch 
schimmert auch noch so viel von den Knorpeln hindurch, dass Woop- 
waRD schon sichere Schlüsse über einzelne Skeletteile, besonders über 
den Bau der Wirbelsäule ziehen konnte. Seine Resultate bezüg- 
lich der Systematik gegenüber der in Zırrev’s Handbuch aufgestellten, 
bespricht WoopwarD* noch eingehender in einer 1889 erschienenen 
Notiz, ebenso wie die Zusammengehörigkeit der Hybodontiden mit 
den Cestracionten durch die vermittelnde Stellung von Synechodus 
noch weiter ausgeführt wird”. Für die Kenntnis der Wirbelsäule 
ist noch von besonderer Wichtigkeit eine 1891*° erschienene Notiz, 
in welcher Teile des Rumpfes mit Neuralbögen und Flossenstachein 
von Hybodus basanus beschrieben werden. 
Fundstücke. Die mir vorliegenden Fundstücke bestehen 
aus 3 Platten, die ich zunächst etwas eingehender zu beschreiben 
habe, sowie aus dem mir später noch zur Untersuchung gestellten 
Quenstepr’schen Original der Tübinger Sammlung. Das Hauptstück 
bildet die Platte No. I (Taf. I Fig. 1), 0,95 m lang und 0,35 m 
breit. Es ist eine sogenannte „Fleinsplatte“, wie die schwarzen, voll- 
ständig eben sich spaltenden Lager im mittleren Posidonienschiefer 
bezeichnet werden“. Auf dieser Platte liegt das nahezu vollständige 
Skelett eines Hybodus, der nach dem Vergleich mit anderen Stücken 
eine geringe Grösse zeigt, aber immerhin auf eine Länge von 1,30 m 
schliessen lässt. Nur der hintere Teil des Rumpfes und der Schwanz 
fehlt; hier wurde die Platte abgesprengt, da sich vor der Präparation 
auch nicht die geringste Andeutung der zarten Knorpelgräten be- 
obachten liess. Das Skelett selbst ist, wie dies bei den meisten 
Funden von Fischen und Sauriern aus diesen Schichten der Fall ist, 
ı Smith Woodward, A., Professor Dr. v. Zittel on Palichthyology. 
Geol. Mag. 1889. Dec. IIT. Vol. VI. 
? Smith Woodward, A., On the cretaceous Genus Synechodus. Geol. 
Mag. 1888. Dec. III, Vol. V. No. 11. — Notes on the sharks teeth from British 
cretaceous Formations. Proceed. of the Geol. Assoc. Vol. XIV. Part VI. 1894, 
3 Smith Woodward, A., The Hybodont and Cestraciont sharks of the 
cretaceous Period. Proceed, of the Yorkshire geol. and polytechn. Soc. Vol. XIT. 
Part I. 1891. 
4 Über die genaueren Lagerungsverhältnisse vergl.: E. Fraas, Die Ich- 
thyosaurier der schwäbischen Trias- und Jura-Ablagerungen. 1891. 8. 44.
	        

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