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Gewöhnlich bildet sich nur hart vor dem erweiterten Mundsaume eine
an diesen angeheftete Schwelle, welche an der Aussenseite des Gehäuses
weiss durchscheint. Bei den im Muschelkalkgebiete gesammelten
Exemplaren werden dagegen alle Jahresabsätze durch schwächere aber
immerhin sehr deutliche Schwellen gezeichnet. Die grösseren Exemplare
der Art sind durchaus weiter genabelt als die kleinen. Es ist
hier zweifellos die Kalkunterlage, welche die Jahresabsätze durch
weissliche Schwellen bezeichnet.
10. Chilotrema lapicida L.
Im Muschelkalkgebiete bei Ochsenfurt findet sich die Art in
grossen Exemplaren, deren Grundfarbe etwas heller ist, während die
braunen Flecken keine Änderung zeigen. Während eines sehr feuchten
Sommers habe ich CR. lapicida an denselben Fundorten sehr zahlreich
mit farblosen Gehäusen gesammelt. Die Grundfarbe dieser
Gehäuse war noch heller (farblos) und die braunen Flecken fehlten
vollständig; dabei hatten aber die Gehäuse dieselbe Grösse, welche
sie sonst erreichten.
Weit kleiner fand ich die Art in Rohrbrunn im Spessart im
Buntsandsteingebiete. Die Farbe der Gehäuse ist hier dunkler, die
Flecken sind mehr verschwommen. Fast ebenso klein findet sich
die Art am Garenberge bei Kassel (13 mm Durchmesser). Hier ist
dieselbe sehr dünnschalig.
11. Arionta arbustorum L.
Diese Art ist wohl die am meisten varlierende des Genus Helix;
und zwar beziehen sich die Variationen derselben auf Grösse, Form
(Höhe des Gewindes), Farbe, Dickschaligkeit und Skulptur der Schale.
Ar. arbustorum ist die richtige Baumschnecke, welche sehr gerne
an Bäumen in die Höhe steigt, wenn es regnet, aber bei trockener
Witterung sich unter den faulenden Blättern der Bodendecke verbirgt.
An diesen ihr am meisten zusagenden Fundorten wird sie
eine mittlere Grösse erreichen, hat dunkle Grundfarbe mit hellgelben
Flecken. Findet sich die Art an tiefschattigen Orten und auf kalkarmem
Boden, so wird die Grundfarbe noch dunkler, die gelben
Flecken werden spärlicher oder verschwinden gänzlich (var. picea).
An solchen Stellen, wo den Tieren wenig Kalk mit der Nahrung geboten
wird, bleiben die Gehäuse sehr dünnschalig, und oft besteht das
Gehäuse nur aus dem Periostracum, so dass an der Schale bei jedem
leichten Druck eine Vertiefung zurückbleibt. (Garenberg bei Kassel.)
ed
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