Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 53, 1897)

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Breite sich erstreckt. Voran steht die chilenische Araucarie, Arau- 
caria imbricata, welche im südlichen Chile in einer Erhebung von 
etwa 500 m bis nahe zur Schneegrenze waldbildend auftritt. Die 
Cupressineen (Aktinostrobeen und Thujopsideen) sind vertreten durch 
die zu beträchtlicher Höhe erwachsende Fitzgroya yatagowica und 
durch 2 Arten der Gattung Libocedrus, die im südlichen Chile 
heimische Libocedrus chilensis und die in die antarktischen Regionen 
bis Feuerland vordringende Libocedrus tetragona. Endlich stellen die 
Podocarpeen Vertreter in der in den Anden Patagoniens endemischen 
Gattung Saxegothaea und in mehreren Arten der Gattung Podocarpus, 
worunter Podocarpus andina. 
Den Abschluss bildet das Koniferengebiet des südlichen 
Brasiliens. Neben einigen Arten der eben erwähnten Gattung 
Podocarpus ist für dasselbe vor allem typisch Araucaria brasiliana, 
zu derselben Untergattung gehörig, wie die chilenische Araucarie. 
Zu der stattlichen Höhe bis zu 50 m heranwachsend, setzt die bra- 
silianische Araucarie in den Gebirgsgegenden des südlichen Brasiliens 
zwischen dem 15. und 30. Breitegrad die ausgedehnten „Pinheiros“ 
zusammen. 
Hiermit bin ich am Schlusse der Umschau über die geographische 
Verbreitung der Laub- und Nadelhölzer angelangt. Die Fülle des 
Stoffs bringt es selbstredend mit sich, dass zahlreiche Lücken noch 
vorhanden sein werden; immerhin gebe ich mich der Hoffnung hin, 
dass aus den gezeichneten Umrissen wenigstens ein allgemeines Bild 
über die Verteilung der wichtigeren Holzarten in die verschiedenen 
Florengebiete der Erde heraustreten werde. 
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