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Form. Diese Thatsache wird in Bezug auf Württemberg vorzüglich
durch das Neckargebiet — die Zuflüsse sind dabei einzubegreifen —
zwischen Stuttgart und Heilbronn bewiesen. Hierherein fallen unsere
hauptsächlichen cygnea-Weiher, die Schlossgartenweiher der kgl. Anlagen,
der schöne Monrepos-Weiher bei Ludwigsburg, der Aalkistensee
bei Maulbronn (Gebiet des Zuflusses Enz) und ‘der ehemalige
Elfinger Weiher ebendaselbst. Der Neckar selbst birgt gleich seinen
Nebenflüssen innerhalb der oben genannten Grenzen in seinen stillen
Buchten und kommunizierenden Altwassern prächtige piscinalis-Muscheln,
so z. B. bei Lauffen und bei Heilbronn selbst, die Nebenflüsse
Enz, Kocher und Jagst liefern an verschiedenen Orten dieselben
Muscheln von schöner Ausbildung. In den Hafenbassins von
Heilbronn trifft man die Übergangsformen zwischen cygnea und piscinalis,
die erstere im Winterhafen in der cellensoiden Form. Ich
erwähne diese Verhältnisse in aller Kürze auch hier, um nochmals auf
die enge Zusammengehörigkeit der Anodonta piscinalis Nızs. mit der
Stammform cygnea hinzuweisen. Die Hauptwohnplätze sind langsam
fliessende Gewässer mit reichlichem erdigen Schlamme, aber das
Wasser muss rein sein; in solchen manchmal durch Torf ganz braun
gefärbten Drecklachen, die oft noch von den Schnabelformen der
cellensis-Gruppe in Torfmooren bewohnt werden, findet man diese
in der Regel ziemlich kompaktschalige Muschel nicht. Reinheit des
Wassers, ein Begriff, der nicht absolut mit Klarheit identifiziert
werden muss, und mässiger Schlammabsatz sind aber in grösseren
Teichen und Weihern auch das Eldorado für schöne cygnea-Muscheln
Aus diesem Grunde findet man wiscinalis-Formen auch in solchen
kleinen Teichen und grösseren Lachen, welche von Quellen gespeist
werden, das beweist z. B. der Lindenweiher bei Essendorf in Oberschwaben,
der neben einer merkwürdigen Lokalform ziemlich dickschalige
typische piscinalis-Formen beherbergt, während die anderen
derartigen Wässer des weit ausgedehnten Torfgebietes in Oberschwaben
meist nur die cellensis-Form und zwar in der Regel ihre
degenerierten Schnabelmodifikationen bergen.
Die Muschel ähnelt also der cygnea-Stammform vor allen Dingen
durch die Gediegenheit der Schale und die lebhaft helle Farbe der
Epidermis. Nur in seltenen Fällen, z. B. in stillen, schlammigen
Flussbuchten mit reichlichem Pflanzenwuchs, finden wir auch mis-*
Deswegen verkümmern die cygnea-Muscheln im Karpfenwasser der unteren
Weiher des kgl. Schlossgartens in Stuttgart und zeigen statt der üblichen lebhaft
hellgrünen eine dunkel schmutziggrüne Epidermis,