Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 62, 1906)

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feste Punkte, D höher als‘ C, deren Höhenunterschied mit Hilfe 
zweier Aufstellungen des Nivellierinstruments , also Eines Wechsel- 
punkts W ermittelt werden kann. Die Aufstellung des Instruments 
sei derart, daß eine Bewegung der Fernrohrziellinie während jeder 
der zwei Aufstellungen ausgeschlossen ist; die Bodenplatte in W 
dagegen soll sich während der Zeit, in der das Instrument in J, 
weggenommen, nach J, getragen und dort wieder aufgestellt wird, 
um den Betrag c senken. Beim Nivellement I, von C aufwärts 
gegen D, erhält man als Wert (absolut) h, des zu ermittelnden 
Höhenunterschieds h 
h=h,/+h“=h-+o, 
beim Nivellement II dagegen, von D abwärts gegen C, ergibt sich 
als (absoluter) Wert dieses Höhenunterschieds: 
h,=h,-+h,=h-—e,. 
Wäre anzunehmen, daß c, = c, ist, so wäre das Mittel der zwei 
Nivellierungen nach (14) und (15) von dem durch ce entstehenden 
Fehler befreit. (Würden die zwei Punkte C und D genau gleich 
hoch liegen, so würde nach den zwei Nivellierungen sich der Punkt 
als um c, oder c, höher liegend ergeben, nach dem hin nivelliert 
wurde). 
Es ist mir nun nicht fraglich, daß Fußplattenbewegungen 
dieser Art, Abwärtsbewegung eines Wechselpunkts während der 
Zeit zwischen den zwei Aufstellungen des Instruments, von denen 
für die erste jener Wechselpunkt der vorwärtsliegende, für die zweite 
der rückwärtsliegende war, nachgewiesen sind, ja die Hauptrolle 
spielen, Sie vor allem tragen die Schuld an dem Vorzeichenverhalten 
der Höhensumme in den Abschnitten I bis VI des Nivellements, an 
dem Umstand, daß die Summe der Höhenunterschiede aller Strecken 
der ganzen Linie beim Bergaufnivellieren um 
19,3 mm 
14) 
größer ausgefallen ist, als die Summe der Höhenunterschiede auf 
allen Strecken beim Bergabnivellieren. Wollte man diese Zahl als 
zufälligen Fehler ansehen (wogegen aber die Vorzeichen auf das be- 
stimmteste sprechen), so erhielte man, wenn auf die verschiedene 
Größe der Zielweiten und auf die Höhenunterschiede keine Rück- 
sicht genommen, vielmehr nur die ganze Länge der nivellierten 
Linie mit 25,78 km ins Auge gefaßt wird, aus jenem Schlußfehler 
allein als
	        

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