Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 62, 1906)

|. Bericht, über die geschäftlichen Angelegenheiten und
die Sammlungen des Vereins,

Bericht über die sechzigste Hauptversammlung
am 24. Juni 1905 in Tuttlingen.
Dank dem freundlichen Entgegenkommen der Tuttlinger Stadtverwaltung
 und der leider nicht sehr zahlreichen ortsansässigen
Vereinsmitglieder war es dem Verein ermöglicht, seine 60. Hauptversammlung
 in der als Industriestadt rasch aufblühenden Heimat
des Sängers der „Wacht am Rhein“ abzuhalten. Als Versammlungslokal
 war in dankenswertester Weise der schön geschmückte Festzaal
 der Realschule zur Verfügung gestellt worden, dessen Wänden
entlang eine Ausstellung von Naturalien aus der näheren und weiteren
 Umgebung Tuttlingens Platz gefunden hatte, Insbesondere
war es die durch ihren Reichtum an alpinen und subalpinen Pflanzen,
namentlich auch schönen Orchideen ausgezeichnete Flora des Gebiets,
deren bemerkenswerteste Vertreter dank den Bemühungen von Rektor
Müller (Tuttlingen), Oberamts-Wundarzt Dr. Eytel (Spaichingen)
und Pfarrer Beer (Kolbingen) in lebenden und getrockneten Exemplaren
 den Besuchern vor Augen geführt wurden; außerdem bot dem
Weiden-, Rosen- und Brombeerspezialisten eine Ausstellung von
Lehrer Scheuerle (Frittlingen) viel Bemerkenswertes. Besonderes
Interesse beanspruchten auch einige von Pfarrer Beer ausgestellte
Gesteine aus diluvialen Geröllen der Umgebung von Kolbingen, unter
denen sich solche von unzweifelhaft alpiner Herkunft (z. B, Verrucano)
 befanden, wodurch die Ansicht, als kämen derartige alpine
Gerölle nur auf der Ulmer Alb vor und als stammten alle die auf
der geologischen Karte der südöstlichen Alb zwischen Tuttlingen
und Ulm als „Quarz- und Quarzitgerölle“ ausgeschiedenen Geschiebe
ans dem Schwarzwald. ihre Widerlegung fand.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.