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ihrer Einwirkung aber die Feuchtigkeit entweicht, gilt es für die
Schnecken an sonnigen Orten entweder Deckung zu finden durch
Bäume (Wald), Gebüsch und Krautpflanzen (Nesseln) oder Schlupfwinkel
zur Verfügung zu haben, damit sie die Wärme genießen
können, ohne durch Trockenheit gefährdet zu werden. Wo im
Schwarzwald nun an einem warmen, der Sonne ausgesetzten
Abhang durch einen Bach die nötige Feuchtigkeit gespendet
wird und wo zugleich durch Gebüsch oder Krautpflanzen
Deckung gegen die Sonnenstrahlen gegeben ist oder
Schlupfwinkel unter Steinen, in Spalten und Rissen oder
im lockern Boden zu erreichen sind, da treten auch die
entsprechenden Schnecken auf!
Zur Erläuterung sollen 3 Beispiele aus dem Kinzigtale dienen.
Auf dem Weg zu den Biel-Anlagen (Liste 11b) bei Alpirsbach
berührt man einen südostwärts gerichteten Hang, den oben
eine Hecke besäumt und unten ein Bächlein bespült. Ostern 1908
saßen im Gebüsch die beiden bekannten Tacheen; am Abhang kroch
Helix pomatia zahlreich in großen, kräftig beschalten Exemplaren
auf steinigem, aber gelockertem Boden, der spärlich mit Luzerne
und Löwenzahn bewachsen war. Als die Sonne höher stieg, gruben
sich die Tiere alsbald in den Boden ein. Es war aber den wenigsten
möglich, sich vollständig zu verbergen. Gewöhnlich schaute
der Rücken noch heraus, den Sonnenstrahlen preisgegeben. Die
Oberhaut der Schale war darum auch schon verwittert
und die Gehäuse hatten das bekannte kalkige Aussehen alter Schalen.
Im Sommer bieten Klee und Gras wohl einigen Schutz; aber um
volle Sicherheit zu finden, ist die Schnecke auf ihre eigene Kraft
angewiesen, und da Helix pomatia geübt im Bohren ist — sie bohrt
Löcher für ihre Eier — vermag sie es, auf diesem Platz auszuharren,
der ihr Futter, Wärme und Feuchtigkeit bietet.
Gegenüber dem Bahnhof Alpirsbach finden sich die ge-:
Vergl. Simroth, Entstehung der Landtiere, S. 162 „Helix nemoralis
wird an den feuchtesten Stellen des Erzgebirges, auf Urgebirgsboden, pergamentartig
dünn und kalkfrei, H. pomatia nicht minder.“ „Dieselben Helices z. B. nemoralis,
welche bei uns auf feuchtem Urgebirge verkümmern und dünne Gehäuse
bekommen, sind z, B. auf dem regenreichen Granitgebiet Nordportugals ebenso
groß und haben ebenso kalkige Schalen, als bei uns auf warmen Abhängen der
Kalkgebirge.“
Pupa secale, eine wärmeliebende (kalkholde) Art, kommt nach Sandberger
(Land- und Süßwasserconchylien der Vorwelt, S, 880) im Höllental bei Freiburg
an Gneisfelsen vor,