V. Fundation der Wolkenkratzer.
a) Gründungen mit Körpern ohne Biegungsfestigkeit,
b) Gründungen mit biegungsfesten Fundamentkörpern.
a) Gründungen aus Trägerrosten,
ß) Gründungen aus Eisenbetonplatten.
a) Gründungen mit Körpern ohne Biegungsfestigkeit.
Der Gründungskörper wird aus Beton oder Mauerwerk aus
Bruch- oder Ziegelsteinen hergestellt. Beton ist wegen des Mangels
an Stoßfugen und daher besseren Zusammenwirkens dem gewöhn-
lichen Mauerwerk vorzuziehen. Der Körper geht von der Fläche des
Gußfußes aus und erreicht durch allmähliche Erbreiterung mittels
stufenförmiger Absätze eine Fundamentfläche, welche groß genug ist
um den zulässigen Bodendruck
nicht zu überschreiten. Dabei
verhält sich die Höhe zur Breite
der Absätze wie 1:1 oder1:1%2.
In diesen Fällen treten keine
nennenswerten Zugspannungen
im Mauerwerk auf (Abb. 58).
Diese Gründungsweise, bei
welcher es sich um unbewehrte
Mauerwerkskörper handelt, ist
heute fast ganz verlassen, weil
sic nicht nur gegenüber den
beiden folgenden Gründungs-
methoden einen bedeutenden
Mehraushub verlangt, sondern
weil sie auch durch ihr Gewicht
die Fundamentfläche mehr be-
lastet. Man könnte an Aus-
hub sparen, wenn man die hohen Fundamentkörper noch teilweise
ins Untergeschoß legen würde, da jedoch diese Räume neuerdings
sehr benötigt werden, so würde dies wirtschaftliche Nachteile mit
sich bringen.
Für Wandsäulen ist die Ausführung eines derartigen Fundaments
häufig unmöglich, wenn nahe anliegende Gebäude vorhanden sind
und man nicht genügend auskragen kann, um die notwendige Funda-
mentfläche zu schaffen, ohne in die Fläche des anstoßenden Gebäudes
hineinzukammen. Bei bewehrten Fundationen ist das durch Kom-
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