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ist als dieser. Es ist eine Kümmerform, die wir rezent und zum Teil in erstaunlichen
Mengen im Geniste des oberen Neckars bei Horb, der Donau
bei Fridingen und der Erms bei Urach finden. Sie entstammen also
den ziemlich dürren, auf Schottern und Sanden sich ausdehnenden Wiesen
und stellen ebenfalls ein Größen- und Trockenheitsextrem und zwar
dasjenige der Gegenwart dar. Bei einem Durchmesser von 5—6 mm haben
sie auch einen engen Nabel, sind aber viel flacher als terrena und weniger
dick beschalt. Der Einfachheit wegen bezeichne ich sie in unverbindlicher
Weise mit obigem Namen. ;
Ihr Seitenstück ist eine winzige concinna JEFFR., eine durchweg
flache, niedergedrückte und weitgenabelte Form, die am Saum der Heubergwälder,
zum Teil in Gesellschaft der rezenten Hygromia montana
suberecia, verborgen am Wurzelhals der Pflanzen lebt, also einen lehmigen
und feuchten Boden bevorzugt (s. Cannstatt Katzensteigle).
4. Hygromia montana suberecta CLEssın' (vergl.:
Über die Moll.-F. d. Salzkammerguts ete. Verhandlungen k. k. zoolog.
bot. Ges. Wien 1914, 274—78 und Über einige Schnecken aus dem Diluvium
ete. Jahresber. u. Mitteil. Oberrh. geolog. Vereins. 1913. N. F.
Bd. III, 101—106) ist ein Zweig der unter dem Namen striolata C. PFrr.,
rufescens PENN. und eircinnata RssmM. bekannten Schnecke, die sich von
England und Nordwestfrankreich über Belgien, West- und Süddeutschland,
die Schweiz und zerstreut über Österreich bis an den Semmering
erstreckt *. Sie muß demnach als eine ozeanische Art aufgefaßt werden,
und der Standort der typischen Formen in Wäldern und im Flußgebüsch
unter totem Laub zeugt für ihr Feuchtigkeitsbedürfnis. Trotzdem ist
sie, wie es sich neuerdings herausgestellt hat, in sehr weitgehender Weise
anpassungsfähig und geht in dieser Hinsicht vielleicht allen Lößschnecken
voran, da sie auch hochgelegene Heiden und im Salzkammergut bei
über 1700 m sogar trockene, südwärts gerichtete Rasenflächen mit Kalkgrund
bewohnt. Die Fähigkeit der Anpassung an Standorte gegensätzlicher
ökologischer Zustände führt auch hier zur Herausbildung der
mannigfaltigsten Spielarten. Der Abänderungsspielraum von H. montana
ist zum mindesten so weit wie der von hispida. Das Trockenheitsextrem
von montana liegt in var. juvavensis GEYER vom Schafberg im
Salzkammergut und in suberecta CLESS. Jene ist bei gleicher Größe etwas
flacher, dünnschaliger, weiter genabelt, glänzender und oberseits stärker
vestreift.
1 In Ungarn ist die Schnecke im Quartär häufiger gewesen als jetzt, wo
sie (45b) nur entlang der Donau vorkommen soll.