Ueber Ptycholepis bollensis Ag.
Von Edw. Hennig-Tübingen.
Mit Taf. III und 1 Textfigur.
Unter den im Tübinger geologisch-paläontologischen Institut
befindlichen Fischen des württembergischen Lias = fällt Ptycholepis
hollensis dadurch auf, daß häufig neben der Ansicht von der Seite
auch die vom Rücken oder von unten vertreten ist. Daraus ergibt
sich zunächst, daß er im Gegensatz zu platten Bodenformen* oder
seitlich komprimierten Gestalten, die man natürlicherweise immer
wieder in derselben Aufsicht erhält, walzenförmig gerundet gewesen
sein muß. Sein Körperbau schrieb ihm keine bestimmte
Lage beim Niedersinken auf den Meeresboden vor.
Ferner aber ist infolge dieses Umstandes eine vollständigere
Rekonstruktion des Tieres möglich, als es sonst häufig der Fall
ist. Schon QuexstepT! konnte neben der Ansicht des Vorderleibes
von der Seite auch die des Kopfes von unten geben. Er hat es
in‘ üblicher Weise so vortrefflich besorgt, daß ich an Hand des
vorliegenden Materials nur noch Ergänzungen, keinerlei irgendwie
wesentliche Berichtigung zu geben brauche.
Folgendes Material stand mir zur Verfügung:
|. Ganzes Exemplar, linke Seitenansicht, Platte und Gegenplatte .
2. Desgl., rechte Körperhälfte (No. 2240) .
3. linke % (No. 4628)
# » (No. 6888).
ohne Schwanzteil. rechte Körperhälfte (No. 10220).
(No. 14605) .. Mössingen.
(No. 7286) gestört Boll.
{No. 6887).
- . Ohmden.
7).
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» Kopf » »
von oben, Kopf gestört (No. 8725)
ı Der Jura. 1858, Taf. 30 Fig. 1—7; Taf, 31 Fig. 8 und Handb. Petr.
1846/49. Taf. 15 Fig. 5. Auch Agassiz lag unter anderem ein Exemplar mit
Ansicht des Schädeldachs vor: Recherches sur les poissons fossiles. 1883, Bd. I.
3 108—109. Taf: 58 b in Bd. II.