Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 74, 1918)

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setzen. Wenigstens nennt H. ScyHwarz in seiner Aufzählung alle diese 
sehr verschiedenen Gesteine nebeneinander. Jedenfalls liegen aber 
nach‘ H. Souwarz zehn verschiedene Gneise neben Graniten, 
Ganggesteinen der Granitformation, Dioriten und Gabbro, eine 
Tatsache, die schon an sich eine gute Widerlegung der Annahme 
einer ausschließlichen Entnahme der Fundstücke aus dem räumlich 
so eng umschriebenen Bereich des anstehenden (= „ge- 
wachsenen“) kristallinen Untergrunds der genau aufgezählten Tuff- 
gänge ist. Diesem dürften nur die wenigen eckigen oder — vgl 
QuenstEepr’s Angaben — grusigen, auf Granitgestein deutenden 
Reste entstammen. 
Die Verbandverhältnisse Gneis/Granit sind im Schwarzwald 
gut verfolgt worden. K. REGELMANN hat gezeigt!, daß sich die er- 
kannten Lagebeziehungen noch bis in die Gebiete weiterverfolgen 
lassen, wo nur in schmalen Talrinnen noch Teile des weiter im 
Westen in breiterer Fläche zutage gehenden Grundgebirges ent- 
blößt und dadurch der Beobachtung zugänglich geworden sind. 
Noch weiter im Osten haben gelegentliche Bohrungen mitunter 
erwünschten und wichtigen Aufschluß? gegeben. 
Daß die weiter südlich liegenden, den heutigen Alpen näheren 
Gebiete des vindelizischen Festlandes Gneislandschaften aufwiesen, 
daß hier verschiedenartig ausgebildete Gneise in vortriadischer Zeit 
das Taggebirge bildeten, scheint — vgl.’die genauen Angaben von 
C. Derrner — durch die besonders deutliche Rundung gerade der 
Gneisstücke wahrscheinlich. Denn eine besondere Neigung des 
Gneises zur Abrundung seiner — parallel aufplattenden — Ge- 
schiebe, die früher zur Erklärung herangezogen wurde, ist nicht 
besonders wahrscheinlich. Man vgl. zu der Annahme fernerer 
Gneislandschaften im vindelizischen Festland die besonders wichtige 
Übereinstimmung der Erstfelder Gneise der Alnen und der Schwarz- 
'K. Regelmann: Erläuterungen zu Blatt Obertal—Kniebis, zu Blatt 
Baiersbronn und zu Blatt Enzklösterle und Wildbad der Neuen Geolog. Spezial- 
karte des Königreichs Württemberg im Maßstab 1: 25000. 
? Über die Bohrung auf Grundgebirge zur Erschließung weiteren warmen 
Quellwassers in Liebenzell bei Calw vgl. Chr. Regelmann’s Angaben in den 
Württ. Jahrbüchern für Statistik und Landeskunde, Jahrg. 1872, S. 127 und die 
Begleitworte zur II. Aufl. der Begleitworte zum Blatt Liebenzell des Geognost. 
Atlas 1: 50000. Über die Bohrungen bei Teinach vgl. deren Besprechung durch 
A. Schmidt in den Erläuterungen zu Blatt Stammheim der Neuen Geolog 
Spezialkarte des Königreichs Württember&. Siehe dort auf 8. 10.
	        

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