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nach Bestimmung von Herrn Prof. R. R. Scart aus der Römerzeit
stammen. Damit ist bewiesen, daß die Gerölle: mindestens hier,
wahrscheinlich aber fast durchgehends in der Neckaraue alluviales
Alter haben, bezw. diluvialer Entstehung, aber alluvial umgelagert
sind. - Wir haben also den Schwemmlöß hier als rezentes Hochwassergebilde
anzusehen. und uns den Neckar noch in römischer
Zeit als stetig in einem großen Teil der Ebene zwischen Rammert
und Spitzberg hin- und herpendelnd vorzustellen, bei jedem Hochwasser
sein Bett verlegend. Daher kommt es auch, daß die Mächtigkeit
der Schwemmlößdecke auf kurze Entfernung außerordentlich
wechselt, was man nicht nur an gelegentlichen Aufschlüssen, sondern
im Sommer auch am Wachstum des Grases beobachten kann, wenn
man etwa auf der Höhe der Ödenburg steht, die außerdem einen
guten Überblick über die noch immer deutlichen alten‘ Neckarschlingen
gewährt.
Besucht man das Flußbett bei Frost, so bemerkt man da,
wo Gerölle in den Flußschlick halb eingebettet sind, das sog. Ausfrieren,
d. h. um jedes Geröll tritt der Boden erst in einem gewissen
Abstand auf, meist ca. 1—4 cm, gibt aber scharf die Konturen des
Steins wieder. Die eigentümliche Erscheinung erklärt sich daraus,
daß der Boden beim Gefrieren an Volumen zunimmt und deshalb
über den Stein hinauswächst, wobei, da ja das Geröll meist mit
der breitesten Seite aufliegt, ein Hohlraum entstehen muß.
Beim Wandern im Neckarbett wird der Eindruck, daß der
jetzige Lauf mit seiner fast schnurgeraden Richtung eine künstliche
Schöpfung ist, immer mehr verstärkt. Er stammt aus dem
Anfang des 18. Jahrhunderts. Vorher floß der Neckar von der
Ödenburg ab immer hart an den Bergen vorbei. Erst im Jahre
L701 wurde der Fluß vom Berghange, wo er durch Unterwaschung
bedeutenden Schaden anrichtete, weg ‚nach seiner jetzigen Stelle:
verlegt, wobei die Schwanzerwiesen gewonnen wurden (3). Daß er
mehrmals inzwischen wieder sich ein neues Bett zu schaffen versucht
hat, kann man nicht nur bei QuensTEDT lesen, sondern auch
die jetzigen Anrisse zeugen lebhaft davon, daß es ständiger Arbeit
bedarf, den Fluß in seinem künstlichen Bett zu halten. Noch vor
zwei Jahren wurden vom gegenüberliegenden Hang über eine eigens
dazu erbaute Brücke zur Uferausbesserung gewaltige Massen Keupermergel
angefahren. Das meiste davon ist durch ein Hochwasser
vom 24. XII 19° wieder weggeführt. Eine niedere Betonmauer, die
einst das künstliche Ufer bildete, ist jetzt von beiden Seiten bloß-