Full text : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 82, 1926)

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Tuffen liegen an verschiedenen Stellen anscheinend in ursprünglicher
Lagerung gelbliche und rötliche Tone (z. B. oben in der Schlucht nordöstlich
 Punkt 675,2 und etwa 200 m nördlich davon durch einen samt
der Wurzel umgestürzten Baum aufgeschlossen). Sie bilden einen kleinen
Quellhorizont längs der östlichen und südwestlichen Oberkante des Sattels
und jedenfalls auch das Schmiermittel für die Rutschungen der hangenden
Schichten. Abgesehen von dem Fehlen der Kalkblöcke sind die Verhältnisse
 denen an der Blockhalde des Randecker Maars bis in Einzelheiten
 entsprechend. Auch dort treten im Hangenden Tone, allerdings
von grauer Farbe auf. Fossilien wurden darin nicht gefunden. Am
oberen Ausgang der Schlucht nordöstlich Punkt 675,2 ist ein verhältnismäßig
 gutes Profil aufgeschlossen. Es zeigt von oben nach unten:
Hangendes: schwarzer Lehm mit Brocken von rotgelbem und grauem
Tuff.
30 cm z. T. plattiger, z. T. bankiger Süßwasserkalk, reich an
verdrückten Lymnaeen,
5 cm fossilleere braune Mergel,
20 cm rötliche und graue fossilleere Tone,
Liegendes: grauer geschichteter Basalttuff.
Das Profil erscheint ziemlich normal mit Ausnahme der hangenden verlehmten
 Tuffe, die wohl vom höheren Rand des Maares auf die tiefer
liegenden Süßwasserkalke verlagert wurden, ein Bild, wie wir es ganz
entsprechend vom Wiesengrund des Randecker Maares kennen.
Über den bunten Tonen folgen unmittelbar die zuerst etwas mergeligen,
 dann festen, gelben plattigen Süßwasserkalke. Sie lassen sich an
der Oberkante des Steilhanges etwa 300 m nach N und etwa 50 m nach S
noch verfolgen, allerdings in wechselnder Ausbildung und Fossilführung,
um dann plötzlich aufzuhören. Trotz genauen Suchens wurde darüber
hinaus kein Stück mehr gefunden. Die Verbreitung nach W geht wohl
bis zu der südwestlichen, weniger deutlichen Steilkante des Sattels. Es
fand sich nämlich ein Stück allerdings fossilleeren Süßwasserkalkes mit
rötlichen Tuffeinschlüssen an der Quelle westlich Punkt 675,2. Am
Osthang des Tales I und II wurde nirgends mehr Süßwasserkalk gefunden.
 Dagegen kann man westlich Punkt 639,1 am Steilhang feststellen,
 daß im Süßwasserkalk grünliche Tuffbröckchen und ziemlich
große rotgelbe Tuffeinschlüsse auftreten und zuletzt weiter nördlich im
Bachbett die rotgelben, oft stark kalkigen, häufig typisch pisolithischen
Tuffe anstehen. Je nach dem Zurücktreten des Weißjurakalks bezw. Tuffmaterials
 bekommt man verschiedenartige Tuffe, die unten eingehender
beschrieben werden. Sie lieferten ziemlich häufig Fossilien und haben
            
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