Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 92, 1936)

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Den von uns an zwei transversalen Dünnschliffen einer Klappe des
Stuttgarter Museums (vgl. unten, Fußnote *) beobachteten Aufbau der
Kalkschale aus zarten, sich parallel-imbrikat übereinander legenden
und dabei recht kompakten Zuwachslamellen (-blättern) haben wir bereits
 früher (S. 37 und Tafel Il], Fig, 17) gekennzeichnet.
Der Bezugsammonit ist noch nicht sichergestellt, dürfte aber
wahrscheinlich ein Harpocerat (Harpoceras s. 1.) gewesen sein,
Vorkommen: Lias & (Jurensis-Mergel) Württembergs, und zwar
namentlich von Schönberg bei Balingen, Heiningen (nach QuenstTEpDT)
und Buch im Oberamt Gmünd (ein Exemplar von hier in der Sammlung
 K. FzıreL, Stuttgart), überall sehr selten.*!

Liasische Aptychen von nicht näher angebbarer
Typus-Zugehörigkeit (nomina nuda),

Aptychus glaberrimus Münsrt., .
1840. Aptychus glaberrimus von MUENST., BRAUN, 1840, Seite 33,
1852. Aptychus glaberrimus, GIEBEL, 1852, Seite 773.
Eine von Graf zu Münster benannte und dann von Braun lc. —
doch ohne jede nähere Charakterisierung — erwähnte „Spezies’, deren
„Art”-Name uns darunter wohl am ehesten einen Laevicornaptychus
oder Laevilamellaptychus vermuten ließe. Leider ist uns eine diesbezügliche
 Aufklärung an dem von uns in der Bayreuther Naturaliensammlung
 vermuteten Originalmateriale nicht möglich gewesen, da die
betreffende Collection dort — wie uns Herr Hauptkonservator Dr. Tu,
ScHnEID freundlichst mitteilte — derzeit infolge Raummangels an unzugänglicher
 Stelle verwahrt wird.
Vorkommen: „Unterer Jura‘ (wohl Oberlias) des Patersberges
bei Kulmbach in Oberfranken (Bayern),
Aptychus subornatus Müönst.,
1840. Aptychus subornatus von MUENST., BRAUN, 1840, Seite 33.
1852, Aptychus subornatus, GIEBEL, 1852, Seite 773.
Eine von Graf zu Münster benannte und dann von Braun l.c. —
ohne jede nähere Kennzeichnung — erwähnte „Art, Sie jetzt genauer
zu charakterisieren oder eventuell irgendeiner anderen bekannten Form
zuzuweisen, ist uns infolge derzeitiger Unzugänglichkeit des in der
Bayreuther Naturaliensammlung vermuteten Originalmateriales (vgl,
diesbezüglich das auch bei Aptychus glaberrimus Münst. eben vorhin
Gesagte) leider nicht möglich.

* Einige dem Museum Stuttgart gehörige und den Lokalitätsvermerk „Weißjura
 « von Reichenbach und Lochen‘ aufweisende Valvenstücke (Coll. E. KOCH)
stammen unseres Erachtens gewiß auch aus dem schwäbischen Lias C, so daß
hier offenbar eine Fundortsverwechslung unterlaufen ist, Aus einem dieser
Exemplare haben wir mit freundlicher Genehmigung Herrn Professors Dr. F.
BERCKHEMER die oben erwähnten zwei transversalen Dünnschliffe zur Aufklärung
 der Schalenstruktur anfertigen lassen.
            
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