furt a. M.} arbeitete die Sciomyziden durch, dazu einige Syrphiden, Herr
Dr. E. O0, Encer. (München) Empididen, sowie Bombyliiden und Asiliden,
Herr Dr, J, VILLENEUVE DE JAnTtı Musciden, . ;
Auch in diesem Jahre war die Zahl der Beratungen in Schädlingsiragen
wieder sehr hoch. Besonders zahlreich waren Anfragen bezüglich
forstwirtschaftlicher Schädlinge; ferner. solche, die den Messingkäfer
und den Kartoffelkäfer betrafen. Vom letzteren gelangten jedoch
keine Einlieferungen an unsere Anstalt. Auch bei Führungen von Studierenden
der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim und von
Schülern der Forstschule Stuttgart (Professor Dr, VoczL) stand die
Schädlingskunde im Vordergrund. I
Die planmäßige Anlage eines württembergischenFaunenarchivs
ist von den Herren Dr ‚W. Görtz und H. Wäscegre zunächst für
die Vögel und die Mollusken in Angriff genommen worden (siehe unten).
Nach Sammlung von Erfahrungen, und soweit Zeit und Mittel verfügbar,
soll es auch auf andere Tiergruppen ausgedehnt werden, ;
Vom 10, Februar bis 31. März 1938 weilte, durch Vermittlung des
Deutschen Ausland - Instituts, Herr, Erwin Heer, Lehrer in Sarata
(Rumänien), als Gast an unserer Anstalt, um sich in die Technik des
zoologischen Sammelns und Präparierens, sowie in Faunistik und Schädlingskunde
einzuarbeiten. _ .
Während der Tagung der Gesellschaftdeutscher Natur-Forscher
und Ärzte in Stuttgart vom 18. bis 25. September 1938
fanden täglich vormittags Führungen durch die Württ, Naturaliensammlung
statt. Über die anläßlich dieser Tagung und derjenigen der
Gesellschaft für Geschichte.der Medizin, Naturwissenschaften
und Technik am 18, September in der: Württ,
Naturaliensammlung veranstaltete Kielmeyer-Gedenkfeier und
Ausstellung siehe den Anhang dieses Berichts (S. XXIV).
An der am 7. und 8, Oktober in Würzburg abgehaltenen 6. Tagung
des „Bund der deutschen naturwissenschaftlichen
Museen (Abteilung B des Deutschen Museumsbundes) beteiligten sich
die wissenschaftlichen Beamten der Abteilung vollzählig, Professor Dr.
RAUuTHER sprach dort über „Die technischen Mitarbeiter der Naturkunde-Museen”,
Dr. W. Görtz über „Die Anlage des württembergischen Faunenarchivs”
(siehe den Tagungsbericht im 37, Flugblatt. des Bundes, Dezember
1938). Als Sitz der Geschäftsführung wurde wiederum Stuttgart
bestimmt; Professor Dr. RautHer, Dr. Lindner und Professor Dr.
VoceL wurden in ihren Ämtern als Vorsitzender, bzw. Schriftführer,
bzw. Kassenwart bis zur nächsten Versammlung bestätigt. 7
Gegen Ende Oktober besichtigte Professor Dr. VoceL auf Veranlassung
des Reichsbunds für Deutsche Vorgeschichte
(Professor Dr. Renerta) die vorgeschichtlichen Ausgrabungen am
Dümmer (Oldenburg), besonders zur Begutachtung der dort zu Tage
seförderten Reste von Wild- und Haustieren. R.