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politischen Geschichte, unmittelbar eine Förderung in den Aufgaben erwarten,
die uns die Gegenwart stellt. Aber wir grüßen gern die weitblickenden
Geister der Vergangenheit und fühlen uns beglückt im Erkennen
der dauernden Linien, die sich im Werden unserer völkischen
Kultur ausprägen. So sei auch das Bildnis des tiefschürfenden schwäbischen
Suchers von einst, wenn es nun dieses Haus schmücken wird,
hier stets ein Zeichen sowohl der verehrenden Erinnerung, wie der Verpflichtung!
Mit der Genehmigung des Herrn Württ. Kultministers übernehme ich
diese Gedenktafel aus den Händen des „Vereins zur Förderung der
Württ, Naturaliensammlung‘‘ in die Obhut unserer Anstalt, Dem Verein,
der uns schon so öft in verständnisvollster Hilfsbereitschaft beistand,
insbesondere seinem Vorsitzenden, Herrn Dr.-Ing, ErnHArDd JunGHans,
spreche ich wärmsten Dank für diese neue wertvolle Gabe aus.
Ferner danke ich der „Deutschen Gesellschaft für Geschichte der
Medizin, Naturwissenschaft und Technik‘, besonders ihrem Vorsitzenden,
Herrn Geheimrat Professor Dr. Lockemann, für die Aufnahme
dieses Gedenkakts in ihren Tagungsplan, womit sie ihm eine über eine
sozusagen häusliche Angelegenheit hinausgehende Bedeutung freundlichst
bekundet hat. Ich bekenne dabei gern, daß gerade anläßlich dieser
Tagung aus dem Kreise dieser Gesellschaft, von Herrn Professor Dr.
ZAUuNIıcK, der willkommene Anstoß kam, den lange gehegten Wunsch der
Errichtung dieses Erinnerungszeichens in Erfüllung gehen zu lassen.
Endlich und nicht zum wenigsten danke ich Herrn Bildhauer Franz
Bozres für die große Sorgfalt und selbstlose Mühe, die er auf die
schöne und würdige Gestaltung der Tafel verwendet hat.
An die Feier, der als Vertreter des Herrn Kultministers Herr Ministerialdirektor
Dr. MeypinG beiwohnte, schloß sich die Eröffnung einer
von Herrn F.-H. HoLLer mit erschöpfender Sachkenntnis vorbereiteten
KıeELMEYER-Gedächtnis-Ausstellung in der Württ, Naturaliensammlung.
Sie zeigte in etwa 70 Nummern Bildnisse KIıELMEYERS aus
verschiedenen Lebensabschnitten, sein Leben und Wirken betreffende
Urkunden, alte Nachschriften seiner Vorlesungen, Dissertationen seiner
Schüler, zeitgenössische Urteile über ihn und einen Überblick der neueren
KıeLMEYER-Forschung. An den Leihgaben waren beteiligt das Württ,
Staatsarchiv, die Württ. Landesbibliothek, das Schloßmuseum Stuttgart,
das Archiv der Stadt Stuttgart, das Schiller-Nationalmuseum in Marbach,
sowie von den Nachkommen des Staatsrats Dr. von KIELMEYER
Frau B. BosserTt in Stuttgart-Sonnenbers.