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Tektonik und Morphologie des Albrandes
zwischen Echaztal und dem Dreifürstenstein.
Von Siegiried Blattmann, Tübingen.
Mit 1 Kärtchen im Text und 1 Karte als Beilage,
Einleitung,
Es soll die Aufgabe nachfolgender Arbeit sein, einen Einblick in die
tektonischen Verhältnisse des Albrandes zwischen Pfullingen und dem
Dreifürstenstein zu geben, festzustellen: ist überhaupt Tektonik vorhanden,
in welchem Ausmaß ist sie vorhanden und welche Einflüsse übt
sie auf die morphologische Gestaltung des Albrandes aus?
Bearbeitet wurde der Albrand zwischen Pfullingen bzw. dem Echaztal
und dem Dreifürstenstein. Es ist dies ein Gebiet, das sich auf die
Blätter (1 :25000) Reutlingen, Mössingen und Talheim verteilt. Das
Kartenblatt Mössingen war bereits von M. ScHmmprt kartiert, während
das auf die beiden anderen Kartenblätter entfallende Gebiet von mir
selbst kartiert wurde. Ich fertigte ferner eine Streichkurvenkarte an,
(Siehe die Karte nach S. 126.) Als Bezugsgrenze wurde die Weißjura-a/6-Grenze
gewählt,
Stratigraphische Übersicht.
Derbraune Jura ist innerhalb des bearbeiteten Gebietes lediglich
in zwei verschiedenen Zonen aufgeschlossen, Es ist dies einmal
auf Blatt Reutlingen, südlich der Straße Pfullingen—Gönningen, und
dann auf Blatt Talheim zu beiden Seiten des Talheimer Tales. Sonst
ist er überall ebenso wie die Weißjura-«-Schichten teils von Juraschutt
(Gehängeschutt), teils von Talschottern bedeckt,
Südlich Pfullingen und Gönningen sind es vereinzelte Streifen und
Linsen von Braunjura 8 und se, die unter den Schuttmassen zum Vorschein
kommen. Braunjura 5 ist unterhalb des Scheibenbergles, unterhalb
von Kaltenbrunnen und westlich des Selchentals als dunkle Tonmergel
mit grusigen Kalkknollen ausgebildet. Die Schichten enthalten
vor allem Ostrea eduliformis und Belemnites giganteus. Darüber folgen
mehr tonige Schichten mit Kalkmergelknollen, Den Parkinsoni-Schichten
gehören wahrscheinlich graue Mergelkalke mit Knollen an. Unterhalb
Kaltenbrunnen kommen in 520 m bis 530 m Höhe unter dem Juraschutt
tonige, leichtquellbare Schichten zum Vorschein, die dem Ornatenton
zugerechnet werden müssen,