Full text: Die Baumeisterin Pallas/ Oder Der in Teutschland erstandene Palladius, Das ist: Des vortrefflich-Italiänischen Baumeisters Andreae Palladii Zwey Bücher Von der Bau-Kunst : Deren Erstes I. Von denen Materialien/ die zu dem Bauen insgemein gehören ... Das Zweyte tractiret I. Von denen Zierrathen der gemeinen Gebäue ... / Ins Teutsche nach dem Italiänischen übersetzet/ Mit ... dazu gehörigen Figuren erbaulich ausgerüstet/ und Zum erstenmal an den Tag gegeben/ Durch Georg Andreas Böcklern/ Archit. & Ingenieur

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«9 279, Gantze BesezBlätten sid lang und hreiß'43. Zolund dia driiehalo 3. Diese warden 
gebräuchtzuden Kammern und denen Vorgemächern. | Dun 
-- 11, Getneine Besetz-Blakten haben in der Länge und Breite 1 2. Zoll/ und sind.dick 2. Zoll, 
11134 247 Halbe Besetz-Biatten seynd ins Gevierdte 11.Zöll/und dickdrittehalb Zoll, Diese dienen auch 
zu Belegung der Gängeund.denen Kammern 1 . 
IZ. Viertel Besetz-Blatkten/seynd lanqundhreißnZoll/und dick 2, Zoll. = 
MGSS SE ANGIEEN GIB m 0 2997 BED" BAE*SNAT ASSEN Swirn = wen = 15 7 00 
SODEN Rennen mn 350 
| Was IV. Sapitelpigun 45; EL 
rT Ther " Er 4 0542008 . +R 113 
S wird dreyerley Sand gefunden./ nemlichz Hit den Sand-Gruben/3. in 
den fliessenden Wässern / und 3. im Meer. gnmiso.8 
L, DerindenSaud-Grubenistder beste/undistentweder shwart/weiß/ 
. roth/oder Carfundelfarb/ welcheseine Gattung von demim den Bergenvers 
schlossenem Feuer eines verbranntenErdreichsist/- und wirdin Tuscana gegraben?“ Es 
svird.in,. der Landschafft Baya und:Cuma ein Pulper oder Staubgegräben/ den Victtivius 
Pozzolana nennet/ dieser mit-Wässer vermischet/ öder -angefeuchtet/ Hält gar wol zusam» 
men/ undmachtüberäus veste Gebäu. Man hat dur<h lange Erfahrungbefunden / daß 
unter den gegrabenen Sanden der weisse der schlimmste ist/ und unter den'Sanden in den 
fliessenden Wassern/ist derjenige / in.denen strengen Flüssen.und Bächen der Beste/ ss un- 
terden Absätzen gefunden wird/da das Wasser seinen Abfall hat / danmderselbige iframreb 
nesten undlautersten...- Ebe MR: 
Der Meer-Sandist unterallen.der ärgste/sver sich aufschwarg ziehet/und glängetwie 
ein Glaß/dochistderambesten/sv nechstam Ufer ligt/und grob'ist, Der Grubew'Sand/ 
dieweil erfeuchtist/hälter auch desto besser/aber er schwindetundreisset leicht / derohalben 
brauchtman ihnzu den Gewölben und Mauren die ganß seynd / und aneinander ausge- 
machetiwerden. "Der Wasserbach?Sand ist gut zu dem tünchen/ oder auswendig zu be- 
werffen. - Der Meer-Sand/ weilen er bald trocken / und bald feuchtwird/ und wegen 
des Salßes bald vergehet/ist destowenigergut/ Lästezuträgen; ' | . 
Ein jeder Sandin seinem Geschlechtewird sehr gut seyn / wann er in der Hand getrü- 
fet und.gerieben rauschet/ und.auf ein weisses-Kleid geieget/.dässeibigemicht beflecket/noch 
Erden darauflassen wird. Derjenige Sand aber istbös /wann ermit Wasserangerühret/? 
dasselbige trüb und fothicht lästz und welcher lange Zeit an der Lufft/ Sonn/ Mond und 
Reiffen gelegen ist/dann/ er wird viel Erden und Feuchte halten/ auch der so geschüttet ist/ 
junge Bäumlein/und wilde Feigenbäumefortzubringen/nichts hußen: sonderbarden Ge- 
bäuen zugrossen Schaden gereichen. 
Bigshicher Palladinus, 
Böcklers Wugabe, 
Von dem Sand hat man (wc ferner andere Umstände 
| . in uwissen: 
W. SE Sand/welchen man aus den Sin gräbt/und von knirschender Erden ist/krocknetgeschwind 
in dem Bauen/undfället nicht bald ab/was damit bestrichen odergetünchet wird, Ist sonderlich 
öu Gewölben und Bögen dienlich: zumalen wo derselbige/nach dem er gegraben ist / frischgebrauchf wird/ 
und daß ernichtlang im NWeffer ligen blieben /noch von derSonnen/Mond/Reisf und Nebel gefroren/oder 
von der Hiße ausgebrennet/dadurch er leichflich wieder zur Erde sich rejolviret und zerfliesset/ so aber nicht 
geschehen fan/wann er noch frisch ift/zund gerne im Wetter trocknet. 
2. Der ausgegrabene Sand ist niche so gut zu dem tünchen / als der zu dem Mäuerwerck füchtigist/ 
dann er nicht wol an den Schrunden trocknen mag/ Feistehalb vom Kalek vertmnischef, 
-,- 3« Sand/deraus fliessenden Wassernfommet/und aus Mangel des gegrabenen Sandes gebräuchet 
werden muß/verhartet leicht/und dieser istguf zu dem tünchen/und auswendigem Bewurffdes Giemätters. 
4. Den Kieße- Sand/mag man durch Hürten wersfen/wiewol solcher Wasser-Sand nicht gerne frock- 
net; Istderowegen ungebräuchlich/und nichtgut zu den Gewölben. » 
"zu 
8. 0
	        

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