gemachten Erfahrungen dürften kaum zur weiteren Verwendung derselben
reizen.
6. Fachwerk. Dieses wird, wenn aus Eichenholz hergestellt, überall
theurer, als unsere Zicegelmauern, wenn aus Nadelholz, ist es wenig
dauerhaft und die Ersparniß eine sehr geringe. Dasselbe muß überdies
an den Wetterseiten einen Behang aus Ziegeln, Schiefer oder Sandsteinplatten
erhalten, um das häufige Durchnässen zu verhindern und wird
dadurch wohl überall mindestens ebenso theuer, als die massiven Ziegelmauern.
Dennoch ist es für holzreiche Gegenden nicht völlig auszuschließen,
und führt gegenüber dem massiven Mauerwerk zu Ersparnissen
an Fundament- und Sockelmauern.
Die von uns vorgeschlagenen, hohlen Umfassungsmauern sind in
derselben Weise nicht nur im Erdgeschosse, sondern auch an den Giebeldreie>en,
wenigstens an der Wetterseite anzuordnen, andere Giebel können
auch auf 1 Stein, die Halbgeschoßmauern sogar, wenn die Dachconstruction
eine feste ist, auf */2 Stein mit nach innen 2/5 Stein vortretenden
Pfeilern aufgeführt worden.
Wenn die Umfassungeu massiv aus Ziegeln aufgeführt werden sollen,
so sind auch die inneren Wände des Erdgeschosses aus demselben
Material ohne Holzwerk herzustellen.
Obgleich die Regel für balkentragende (Mittel-) Mauern eine größere
Stärke verlangt, so genügt jedoch für diese kleinen Zimmerweiten
in Wirklichkeit eine !/, Stein starke Mauer vollkommen, wie sich an unzähligen
Beispielen nachweisen läßt, auch ist die genügende Drufestigleit,
vorausgeseht, daß die Last der Balkenlage durch eine Mauerlatte auf
die Mauer vertheilt wird, ja leicht nachzuweisen.
Die Thüröffnungen werden durch Ueberlagshölzer, die durch einen
Bogen entlastet werden können, abgede>t; das Thürfutter und die Thürbekleidung
werden an eingemauerten Dübeln befestigt.
Wenn die Umfassungen aus Schwemmsteinen hergestellt werden, so
können auch die inneren Mauern aus diesem Material bestehen; in diesem
Falle müssen aber die balkentragenden Mauern 1 Stein stark angelegt
werden.
Die inneren Mauern des oberen, resp. Halbgeschosses sind in
den meisten Fällen mit Rücksicht auf den Dachverband, oder, wenn nicht
Wand auf Wand zu stehen kommt, als Fachwerkswände, im letzteren
Falle als Sprengwände zu construiren, und mit Ziegeln oder Shwemmsteinen
auszumauern.
Der innere Wandputz ist stet8 aus Kalkmörtel herzustellen, wenn
nicht durch Verwendung von Lehmmörtel eine bedeutende Kostenersparniß
erzielt werden kann. Der Lehmmörtel ist nämlich so wenig dauerhaft,
daß die geringste Berührung mit harten Gegenständen 3. B. Möbeln
ihn beschädigt, wodurch ein unaufhörliches Reparaturbedürfniß hervorgerufen
wird.
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