Volltext : Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen

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SCHLUSS:
‚ÜIche Versuche, das alte Stadtbausystem mit forumähnlichen
 Plätzen auch in neuerer Zeit zur Geltung zu
bringen, sind schon wiederholt zu Tage getreten. Maler
und Architekten schwelgen förmlich in Restaurationen antiker
Plätze, und die vielen herrlichen Bilder, die wir dieser Begeisterung
 für ein entschwundenes Ideal verdanken, zeigen,
dass wir so schöne Dinge auch heute noch gar wohl zu Stande
bringen können. Alle diese Versuche haben in ihrem Schicksale
aber das gemein, dass sie am Papiere bleiben. So schrieb schon
vor dreissig Jahren E. Förster in seiner Biographie des Architekten
 J. G. Müller (S. 39): «Der Umstand, dass die grossen
Neubauten in München meistentheils vereinzelt stehen und
damit um die Wirkung kommen, welche sie, ungeachtet mancher
Mängel und Widersprüche, in der Zusammenstellung machen
müssten, leitete Müller auf den Gedanken, eine grosse Baugruppe
zu entwerfen, in welcher auf einem Platz: Dom, Rathhaus, Bibliothek,
 Börse u. s. w. vereinigt sind.» Dass dieses rein akademische
Project niemals auf seine Ausführbarkeit hin auch nur in Erwägung
 gezogen wurde, ist begreiflich, denn es war eben
lediglich als eine Studie angelegt. Müller betheiligte sich aber
darnach auch 1848 an der Concurrenz für die Bas fonds der
Rue royale in Brüssel, und zwar mit einem Project im Sinne
eines antiken Forums. Dieses Concurrenz-Project wurde zwar
ausgezeichnet und gerühmt, aber nicht ausgeführt.
            
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