Full text: Die Königliche Bergakademie zu Clausthal, ihre Geschichte und ihre Neubauten

Wir haben einiger verdienstvoller Lehrer zu gedenken, welche uns künftig nicht 
mehr begegnen werden, welchen aber der Ruhm gebührt, die Anstalt zu dem höheren 
Fluge, den wir sie jetzt unter Roemers Leitung nehmen sehen, in langjähriger 
mühevoller Arbeit wohl vorbereitet zu haben. 
Christian Zimmermann, zu Marburg am 25. April 1786 geboren, hörte 
von 1802 an auf der Universität seiner Vaterstadt Vorlesungen über Mathematik, 
Mineralogie, Geschichte, Rechtswissenschaft u, a.; 1804/05 studierte er in Freiberg, 
wo Werner zu seinen Lehrern zählte, das Bergwesen; 1805 wurde er Privat- 
dozent in Heidelberg, wo er Mineralogie, Physik und Zivilbaukunst lehrte, Im 
[ahre 1809 trat er in die Bergwerksverwaltung des damaligen Königreichs West- 
falen ein und machte sich zunächst in Clausthal mit den Geschäften bekannt; 
1810 wurde er Vizebergschreiber, 1814 Eisen- 
hüttenregistrator, 1818, nachdem er einen Ruf an 
eine auswärtige Universität abgelehnt hatte, Berg- 
schreiber, 1827 Bergsekretär und 1839 Bergrat. 
Im Jahre 1851 wurde er zum Mitglied des neu- 
gebildeten Berg- und Forstamtes ernannt und ihm 
das Referat in den Silberbergwerkssachen über- 
:ragen. Im Februar 1853 trat er, weil seine Ge- 
sundheit durch Überarbeitung geschwächt war, mit 
dem Titel Oberbergrat in den Ruhestand, »Fortan 
beschäftigte er sich nur noch mit seinem Lieblinge, 
der Bergschule, welche ihm am Herzen gelegen 
hat bis an sein Ende« Er starb am 209. Sep- 
tember 1853. 
Während seiner ganzen amtlichen Tätigkeit 
wurde Zimmermann als einer der tüchtigsten 
und gebildetsten Beamten der Harzer Bergver- 
Christian Zimmermann. waltung anerkannt; wegen seiner Verdienste um 
die Berg- und Forstschule und wegen seiner literarischen Tätigkeit war er auch 
außerhalb des Harzes und des Königreichs Hannover geschätzt. 
Von 1811 bis 1847 wirkte Zimmermann als Lehrer an der Bergschule und 
zwar, wie schon angegeben, in den Fächern Mathematik, Mineralogie, Geognosie 
und Bergbaukunde; lange Zeit führte er die Verwaltung der Bibliothek und der 
Mineraliensammlung; während des Bestehens der Berg- und Forstschule (1821—1844) 
war er Mitglied der Schulkommission, und wenn er auch erst nach der Abtrennung 
der Forstschule ausdrücklich zum Vorstand der Bergschule ernannt wurde, so hat 
er doch schon von 1811 an die Verwaltungsgeschäfte in aufopfernder Weise 
geführt. 
Hören wir noch, wie Zimmermanns Verdienste um die Entwicklung der
	        

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