Probierlaboratorium für trockene Proben {Nr. 6).
geputzt. Die Stufen und die Podestplatten der freitragenden Treppe, sowie der
kleinen Freitreppe sind vom Granitwerk Bibersberg in Markleuthen im Fichtelgebirge
geliefert. Die Decken über den Fluren sind gerade Monierdecken mit
darunter gespannten Rabitzgewölben, alle übrigen Räume haben Koenensche
Voutendecken erhalten, deren Beton aus Harzer »Pochkies« hergestellt ist. Als
Fußbodenbelag kommt Linoleum auf Zementestrich zur Verwendung, ausgenommen
in den Aborten und einigen Räumen für hüttenmännische Öfen, wo rote hartgebrannte
Fliese verlegt sind. Zur Beförderung von Materialien aus den Aufbewahrungs-
und Vorratsräumen nach den Geschossen dient ein vom Keller bis
zum Dachgeschoß gehender Aufzug mit Handbetrieb.
Die Heizung der drei Obergeschosse erfolgt durch Niederdruckdampf. Den
Experimentiersälen wird vorgewärmte Luft zugeführt mittels eines Ventilators der
Firma White, Child und Beney in Berlin, welcher stündlich 4000—7000 cbm
Luft liefern kann und die Absaugung aus den Abdampf-. und Filtriernischen wirksam
unterstützt. Abluftrohre haben alle Räume erhalten, die von einer größeren Anzahl
von Menschen benutzt werden. Sämtliche Rauch- und Entlüftungsrohre sind
getrennt über Dach geführt. Die Ausströmungsöffnungen sind teils mit Johnschen,
teils mit Groveschen Schornsteinaufsätzen oder Jahnschen Essensteinen versehen.