Volltext: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 11-12, 1855-1856)

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an. Darüber folgen dunkle Thone von wenigstens 2—300 Fuss 
Mächtigkeit, welche nahezu senkrecht einfallen in ähnlicher Weise 
wie die tieferen Schichten des Lias. Fossile sind zwar. selten, 
doch überzeugte ich mich von dem Vorkommen des Amm. opa- 
linus, sowie auch Posidonomya Suessi in zahlreichen Exemplaren 
in den Thonen steckte. Wie an der schwäbischen Alp und im 
Elsass, so würde denn auch hier der mittlere Jura mit einer 
mächtigen Thonschichte beginnen und hiemit in mineralogischer 
Beziehung Uebereinstimmung vorhanden sein, während das Vor- 
kommen derjenigen fossilen Arten, welche die Zonen des Amm. 
torulosus und der Trigonia navis characterisiren, erst noch be- 
stimmter nachgewiesen werden muss. 
In den. angrenzenden Theilen der Schweiz erlangen die 
untern Thone des mittlern Jura eine grosse Verbreitung; die 
dunklen Tone fallen leicht in die Augen und treten an vielen 
Punkten zu Tag. Bisweilen trifft man die höheren Lagen, 
welche zwar arm an Fossilen sind, in denen man aber doch 
meistens Bruchstücke von Amm. opalinus oder Bel. brevis findet. 
So sah ich dieselben z.' B. in dem Seitenthale zwischen der 
Schafmatt und der Egg bei Aarau rings um das Bad St. Lorenz 
an den offenen Stellen der Wiesen hervortreten. Zwischen Aarau 
und Baden werden die Torulosusschichten an mehreren Punkten 
ausgegraben und zur Verbesserung der Wiesen verwendet. Ich 
fand in einem zu diesem Zwecke aufgeschichteten Haufen ein 
deutliches Exemplar von Amm. torulosus, sowie Amm. opalinus 
und Posidonomya Suessi. Das Gestein, in welchem sie lagen, 
war dem unserer schwäbischen Torulosusschichten ähnlich; die 
Mergelgrube, in welcher das Material herausgeschafft wurde, fin- 
det sich bei Holderbank südlich von Brugg. In einer andern 
Grube: Chambelen unweit Mülligen am Ufer der Reuss 1'/, Stun- 
den von Baden, sind die Tone in bedeutender Mächtigkeit auf- 
geschlossen, doch wurden hier schon etwas hüher liegende Schich- 
ten blossgelegt, welche beinahe ganz leer von Petrefakten sind. 
Auch ist diese Grube gegenwärtig verlassen und daneben eine 
neue eröffnet, in welcher die Thone des untersten Lias (Zone
	        
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