hat Methoden dafür ausgearbeitet! und Proben von Übersichtskarten
gegeben
Das Ziel, auf das hingearbeitet werden muß und dem auch
die genannten Unternehmungen mit geringen Ausnahmen alle mittelbar
oder unmittelbar dienen, ist die Spezialkarte großen Maßstabs
nach dem Vorbild der geologischen Landesaufnahmen. Eine
solche Spezialkarte hat die vorhandenen Pflanzenbestände in rationeller
Gliederung mit topographischer Genauigkeit wiederzugeben; sie stellt
zugleich alle sonst für die betreffende Fläche in Betracht kommenden
Einzelheiten auf einem und demselben Blatte dar und liefert so
die feste Grundlage für alle Karten beliebig kleinen Maßstabs.
Dieses Ziel steht auch uns vor Augen. Nur geben wir uns nicht
der Hoffnung hin, es gleich mit dem ersten Sprung erreichen zu
können. Daß für eine genaue botanische Landesaufnahme im angedeuteten
Sinne weder die Arbeitskräfte noch die nötigen Mittel
zur Verfügung stehen, ist leider vollkommen sicher. Aber auch aus
anderem Grunde schien uns ein solches Unternehmen jetzt verfrüht.
Ehe man an die geologischen Landesaufnahmen ging, war die Gliederung
der geologischen Formationen in den Grundzügen längst ausgearbeitet
und Gemeingut geworden; es gab auch längst geologische
Übersichtskarten kleinen Maßstabs, die jetzt freilich sehr unvollkommen
erscheinen im Vergleich mit den modernen, auf Grund der
Spezialkarten ausgeführten Blättern gleichen Umfangs, die aber doch
einen Überblick gewährten und für die Spezialaufnahmen das Wichtige
vom Unwichtigen von vornherein scheiden lehrten.
Auf dem Gebiete der Pflanzengeographie sind wir noch nicht
so weit. Aber gerade durch unsere gegenwärtige Arbeit soll der vorbereitende
Schritt vollzogen werden. Indem wir die Verbreitung
einzelner Arten und wichtiger Genossenschaften auf einer Reihe von
Karten mittleren Maßstabs zur Darstellung bringen, hoffen wir nicht
bloß für umfassendere Studien über einzelne pflanzengeographische
Elemente, z. B. Vegetationslinien, Abgrenzung pflanzengeographischer
Gebiete, einen Beitrag zu liefern, sondern glauben damit einer alle
Elemente umfassenden einheitlichen Karte großen Maßstabs unmittelbar
vorzuarbeiten.
Unmittelbar — wiewohl die topographischen Einzelheiten in
ı O0, Drude, Vorläufige Bemerkungen über floristische Kartographie von
Sachsen, (Sitzungsber, u. Abhandl. d. Isis. Dresden 1900, S. 20.)
? 0. Drude, Deutschlands Pflanzengeographie. Bd. 1. 1896, — Ders,,
Der herzynische Florenbezirk. 1902 (= Vegetation der Erde, Bd. VI).