Gryphaea arcuata LAM., Schlotheimia angulata ScaL. und Riesenangulaten.
Im Hesselberggebiet lassen sich diese beiden letztbeschriebenen
Horizonte nicht voneinander abtrennen. In Ober- und Unterfranken
findet sich ca. 1,00—8,00 m über dem unteren, mächtigen, rhätischen
Bausandstein und ca. 0,50—0,70 m unter der Oolithenbank eine dem
Bausandstein petrographisch sehr ähnliche Sandsteinbank, die bisher
nach dem Vorkommen ‘von rhätischen Fossilien bei Oberfüllbach (bei
Koburg) und wegen des faziellen Charakters dem Rhät zugerechnet
wurden.
Auch in den Tonen zwischen Oolithenbank und Kupferfelsbank
ließ sich in Ober- und Unterfranken ein durchgehender Sandsteinhorizont
feststellen, der alle Eigenschaften des schwäbischen Hauptsandsteinhorizonts
der Angulatenschichten wiedergibt und deshalb
aller Wahrscheinlichkeit nach diesem synchron sein dürfte.
Da die einzelnen Horizonte in den späteren Ausführungen noch
genauer besprochen werden, genügt zur Orientierung dieser kurze
Überblick.
Aus dem Vorhergehenden geht demnach für die einzelnen Gebiete
folgende Gliederung des Lias a hervor (siehe die beigegebene Tabelle).
Bei der Beschreibung der stratigraphischen Verhältnisse möchte
ich das ganze Gebiet in fünf Teile zerlegen und diese je einer besonderen
Besprechung unterwerfen:
1. Mittel- und Südwestwürttemberg,
2. Das badisch-schweizerische Gebiet.
3. Ost- und Nordostwürttemberg mit dem anschließenden
bayrischen Gebiet.
4. Die Westseite der Frankenalb.
5. Die Ostseite der Frankenalb.
Es liegt mir natürlich fern, eine monographische Darstellung
geben zu wollen. Ich möchte nur das Wesentliche und manchmal
Neue hervorheben, um daraus später die paläogeographischen und
paläobiologischen Schlüsse ziehen zu können.
Das mittlere und südwestliche Württemberg,
Während es bis heute an einer eingehenden Untersuchung der
stratigraphischen Verhältnisse des Lias a im mittleren Württemberg
fehlte, sind sie im südwestlichen Württemberg ziemlich gut bekannt.
Schon QUENSTEDT hat die Grundzüge der Stratigraphie dort klargelegt