Volltext : Veröffentlichungen der Staatlichen Stelle für Naturschutz beim Württ. Landesamt für Denkmalpflege. [Heft] 10 (10, 1934 [JVVNW 89, 1933])

AS

klärlich; denn die Flächen, die solche reinen Bromionrasen tragen,
lassen auf ihrem felsigen Boden das Heraufwachsen eines richtig geschlossenen
 Waldes nur unvollkommen zu. An anderen Stellen, wo der
Wald ein besseres Gedeihen zeigt, ist dann der Boden in einem Zustand,
der schon nicht mehr den reinen Typus, sondern Mischgesellschaften
zur Ausbildung bringt. ;
2. Die Wälder, welche die freie Fläche des Irrendorfer Hardts umsäumen,
 gehören zum allergrößten Teil dem F ag ion verband (Verband

Abb, 8, Wiesen des Irrendorfer Hardts im Juli (viel Arnica; R. Lohrmann,
rechts gefleckter Hachelkopf /Hypochoeris maculata]).

der Buchenwälder) an. Es liegt wohl sicher an der ebenen Lage und
der dadurch hervorgerufenen Bodenausreifung, daß sie in der floristischen
 Zusammensetzung (im allgemeinen) überwiegend nicht dem reinen
Tpy des sonstigen Fagetum calcareum der Alb entsprechen, sondern Anklänge
 an das Querceto-Carpinetum zeigen, Man sieht aber keine Hainbuchen;
 sie könnten höchstens ganz vereinzelt vorhanden sein, Aufnahme
 2 und 3 bieten Beispiele für solche Wälder, (Aufnahme 3 zeigt
eine Fazies mit Carex brizoides). Die an diese randlichen Fagionwälder
angrenzenden Wiesenflächen, die eine unmittelbare Vergleichung erlauben
 würden, habe ich erst flüchtig beobachten können. Aufnahme 4
und :5 veranschaulichen den Typ, in den sie sich bei mäßiger und noch
nicht lange durchgeführter Düngung verwandeln.
            
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