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Die heutige Verbreitung der Eibe (Taxus baccata L.)
in Württemberg und Hohenzollern,
Von Richard Lohrmann, Stuttgart.
Mit 20 Abbildungen! und 1 Karte,
Die eingehendste Beschreibung der Verbreitung der Eibe in Württemberg
und Hohenzollern gab bisher das Schwäbische Baumbuch (1).
Nimmt man dazu noch die Angaben der verschiedenen Landesfloren,
z.B. von Kırchner-EicHLer. (5), so erhält man ein ungefähres Bild der
Verbreitung der Eibe vor Ausbruch des Weltkrieges. Wenn wir uns
heute wieder mit dieser Frage beschäftigen, so veranlassen uns hierzu
verschiedene Gründe. Zunächst liegen die genannten Erhebungen schon
rund 30 Jahre zurück, für eine „aussterbende‘“ oder zurückgehende
Holzart immerhin eine beachtliche Zeit. Ferner erschien es angezeigt,
bei dieser Gelegenheit die früheren Angaben in einzelnen Punkten zu
ergänzen und zu vervollständigen. Endlich sollte eine genauere Bestandesaufnahme
die Grundlagen für den künftigen Schutz der Eibe
liefern. Denn das Reichsnaturschutzgesetz gibt ja nun die Möglichkeit,
nötigenfalls auch die Eibe wirksam zu schützen, Aus diesem Grunde
sind die genauen Ergebnisse meiner Erhebungen bei der Württembergischen
Landesstelle für Naturschutz kartenmäßig niedergelegt. Hier
soll ein Überblick über die wesentlichen Punkte gegeben werden.
Über die Erhebungen selbst darf ich vorausschicken, daß der Leiter
der Württembergischen‘ Landesforstverwaltung, Präsident Rav, in
dankenswerter Weise eine Umfrage bei allen staatlichen Forstämtern
ermöglicht hat. Ferner habe ich zahlreichen Berufskameraden aller
Grade, im Privat- wie im Staatsforstdienst, die mich durch wertvolle
Mitteilungen oder durch Führung in ihren Revieren unterstützt haben,
herzlich zu danken. — Mit Ausnahme der Adelegg habe ich alle Eibenstandorte
in den letzten Jahren selbst aufgesucht. Zu Beginn dieser
„Eibenjagd‘ mußte sich das Auge zuerst auf die Eibe einstellen, wollte
man nicht so und so viele übersehen; besonders da, wo auch die Weißtanne
vertreten ist, kommt es einem im Anfang häufig vor, daß man
unterständige Tannen als Eiben anspricht oder umgekehrt. Nach kurzer
Zeit hat man sich aber genügend „Treffsicherheit” angeeignet,
Das Vorkommen der Eibe in Württemberg und Hohenzollern beschränkt
sich auf die Schwäbische Alb und Oberschwaben,
Das Hauptverbreitungsgebiet auf der Alb liegt im südwestlichen Teil
und erstreckt sich fast durchgehend von Tuttlingen bis Hechingen.
Aufnahme der Abb. 19 von Revierförster GÜNTHER (Isny), alle übrigen
Aufnahmen von R. LOHRMANN.