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Pflanzensoziologische Untersuchungen im mittleren
Kocher- und Jagsttale,
Von Wilhelm Libbert, Lippehne (Neumark).
Mit 7 Abbildungen.
Das Gebiet des Kocher- und Jagsttales im württembergischen Unterland
ist bisher in pflanzensoziologischer Hinsicht wenig untersucht
worden. Angaben über Pflanzengesellschaften sind vorhanden aus
dem kleinen Kupfermoor, das ScnAaArF (1925) einer eingehenden Untersuchung
unterzogen hat. KnoiL (1932) bringt in seiner Arbeit über die
Wiesentypen des württembergischen Unterlandes (vom landwirtschaftlichen
Standpunkt aus) auch Angaben aus dem Kocher- und Jagsttale.
FABER hat bei seinen Untersuchungen über die Waldgesellschaften Württembergs
(1933 und 1936) auch das Kocher- und Jagstgebiet berücksichtigt,
In seinen Arbeiten findet sich eine Reihe von Aufnahmen aus
unserem Gebiet,
Bei dieser Sachlage erschien es mir nicht uninteressant, die Ergebnisse
von soziologischen Untersuchungen, die ich während eines vierwöchentlichen
Ferienaufenthaltes in Künzelsau im Juli 1938 im Gebiete
machen konnte, darzustellen. Natürlich kann man in vier Wochen
nicht ein erschöpfendes Bild der Vegetation gewinnen, Doch glaube ich,
einige Tatsachen von Wichtigkeit festgestellt zu haben.
Das untersuchte Gebiet umfaßt das Kochertal von Steinkirchen bis
Forchtenberg, das Jagsttal von Bächlingen bis Mulfingen, das Kupfertal,
die Hochebene zwischen den Flußtälern und südlich vom Kocher, Auch
die Keuperberge bei Waldenburg wurden besucht,
Es ist mir eine angenehme Pflicht, allen denen herzlich zu danken,
die meine Arbeit unterstützten. Das gilt in erster Linie Herrn Dr. Wıeser
(Künzelsau) für seine freundliche Führung und alle Auskünfte. Er hat
auch die Aufnahmen gemacht, die die Arbeit zieren. — Frau Buckg-FzeucuHT
(Horb am Neckar) hat sich ebenfalls freundlichst bemüht, mir
behilflich zu sein. — Herr Pfarrer MürpdeL (Unterregenbach an der Jagst)
überließ mir ein handschriftliches Verzeichnis der Pflanzen seines Pfarrbezirks
zur Einsicht. Das war mir sehr wertvoll, — Herr Dr. Korpg
(Bielefeld) bestimmte eine Anzahl Moose,
Über die Geographie, Geologie und Bodenverhältnisse des untersuchten
Gebietes seien einige wichtige Angaben gemacht. Sie stützen
sich auf die Arbeiten von WAcner (1921), Fraas (1892) und PLIENINGER
(1918).
Die Hohenloher Ebene bildet einen Teil der Fränkischen Platte. Ihr
flachwelliges Hügelland fällt sanft nach Nordwesten ab, Dadurch ist die
Naturschutz.