haltenen felsigen Meeresstrand aus der Zeit der oberen Meeresmolasse
([Burdigal = Untermiozän, etwa 10 bis 15 Millionen Jahre alt), der in
mehreren kleinen Steinbrüchen bloßgelegt wurde, unter Naturschutz
steht und hier näher beschrieben werden soll.
An felsigen Steilküsten heutiger Meere, etwa in Süd-England, hat
man festgestellt, daß die Meresbrandung bei Sturm und auch zur Zeit
der Flut eine ganz gewaltige Stoßkraft entwickelt, von 1000 bis 30 000 kg
auf den Quadratmeter, Die heranbrausenden Brandungswellen können
Blöcke von 100 Zentnern bewegen. Ein 800 Tonnen (16000 Zentner)
schwerer Wellenbrecher wurde bei einem ungewöhnlich starken Sturm
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Abb. 4. Bohrmuschel in ihrer Felshöhle. Nach Schmeil,
um 15 m bewegt. Das alltägliche Wellenspiel und die normale Flut bewegen
auf dem Grund Sand und Kies und rollen Steine genau so ab
wie ein Fluß, der sie auf dem Grund seines Bettes weiterschiebt, Gleichzeitig
schleifen Sand und Kies, vom Wasser hin und her bewegt, den
felsigen Grund ab; und wenn die Wogen höher gehen, scheuern und
schleifen sie auch am senkrechten Fels, auf den die Wellen aufprallen,
und bringen so die Brandung erst zu einer größeren Wirkung (Abb. 1).
Das zurückströmende Wasser trägt erst den feinen, dann den groben
Sand und zuletzt auch das Geröll von der Küste weg und bringt sie in
einem bestimmten Küstenstreifen schließlich endgültig zur Ablagerung,
während die Zerstörungsarbeit weitergeht, Bei einem Meer mit Ebbe und
Flut ist die Brandungswirkung naturgemäß stärker als bei einem Binnenmeer
oder einem See; sie fehlt hier aber auch nicht.
Die Unterhöhlung der Felsen führt schleißlich zu ihrem Abbruch und
zur weiteren Zerkleinerung der abgestürzten Massen. Der Querschnitt