Volltext : Veröffentlichungen der Württ. Landesstelle für Naturschutz. [Heft] 16 (16, 1940 [JVVNW 95, 1939])

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Die Lage des Naturschutzes in Württemberg.“
Von Hans Schwenkel, Stuttgart,

1. Ein Rückblick.
Als ich am I. Dezember 19 22 die Abteilung Naturschutz des 1920
neu gegründeten Landesamts für Denkmalpflege zunächst mit der Verpflichtung
 zu halbtägiger Arbeit übernahm, fand ich ein Tintengefäß,
einen Federhalter, einen Bleistift, einige Bogen Schreibpapier auf einem
kleinen Tischchen, auherdem einen Stuhl und ein leeres Bücherregal
vor. Ich stand also, wie ich glaubte, vor dem Nichts, wußte nur etwas
von einem Bund für Vogelschutz, von einer Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege
 in Preußen, von einem Verein Naturschutzpark in Stuttgart,
 sowie von dem Bund für Heimatschutz in Württemberg und Hohenzollern
 und seinem Schwäbischen Heimatbuch. Doch besser bekannt als
dieses waren mir die von ihm herausgegebenen Kunstwanderungen in
Schwaben von EohenN GRADMAnu, die ich viel benützt hatte. Vom eigentlichen
 Naturschutz wubtte ich nicht viel, mehr interessierte mich die
Landschaft und die Gestaltuns des Landschaftsbildes.
Nachdem ich mich näher umgesehen hatte, konnte ich feststellen, daß
doch mehr vorhanden war, als ein leerer Bogen Papier, der mir zunächst
Symbol 2zu sein schien, Da war ein Umschlag mit Schriftstücken vom
Direktor der Württ, Naturalienseammlung Manrin ScumDr, der die Abteilung
 bisher nebenamtlich geleitet und der in den einzelnen Oberümtern
 Vertrauensleute oder Pfleger aufgestellt hatte. Mehrere Schriftstücke
 fanden sich vor, die sich auf Pflanzenschutz und Naturdenkmale
und auf das Schwenninger Moos bezogen, Ein Merkblatt über Naturschutz
 von M. Scuuur umrit; die neuen Aufgaben. Es zeigte sich, daß
eine erfolgreiche Arbeit nur möglich war, wenn die einzelnen Fragen an
Ort und Stelle geklärt und die persönliche Verbindung mit den freivilligen
 Mitarbeitern auffenommen wurde.
Allen anderen voran stand für mich Forstmeissster Orro Frucur, der
gerade im Sommer 1922 sein inhaltreiches Buch „Der Naturschutz in
Württemberg“ geschrieben und denen gewidmet hatte, „die trotz aller
Not im Gelderwerb nicht das Höchste sehen“. Hier war anzuknüpfen.
Eine eingehende Aussprache mit Frucur auf dem Forstamt in Teinach
führte mitten in die Aufssaben des Naturschutzes hinein. Auch das

Nach einem Vortrag, gehalten anläßlich der Feier des 30jährigen Bestehens
des Schwäbischen Heimatbundes am 3. Juni 1939. Die Vortragsform wurde absichtlich
 beibehalten. Die Bezugnahme auf meine Person war nicht zu umgehen.
 Ich bitte, dies nicht falsch zu verstehen,
Naturschutz.
            
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