Volltext : Veröffentlichungen der Württembergischen Landesstelle für Naturschutz und Landschaftspflege. [Heft] 19 (19, 1950 [JVVNW 102-105, 1946-49])

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bei 109 Jahresringen 0,688 mm, ein vierter von 25 cm Stammdurchmesser
und 115 Jahresringen eine mittlere Ringbreite von 1,087 mm. Der
letztere war nur noch 25m vom Moorrand entfernt. Am äußersten
Moorrand aber erreichte ein Baum von 12m Höhe und 31cm Stammdurchmesser
 bei 108 Jahresringen eine mittlere Ringbreite von 1,432 mm.
Bäume, die nicht in unmittelbarer Nähe des Moorrandes wachsen,
dürften wenig über 0,5 mm hinauskommen,
Nun haben Huser und HoLoueipE von über 100 Stämmen des Pfahlrings
 die Jahresringe gemessen und eine durchschnittliche Ringbreite
von 0,66 mm festgestellt. Dieses Ergebnis paßt also recht gut zu meiner
Bestimmung der Holzart, und beide Forscher treten ihr auch ausdrücklich
 bei,
Im Frühling werden Holzfasern (Tracheiden) mit dünnen Wänden
und weitem Innenraum gebildet, im Herbst aber solche mit dicken
Wänden und engem Innenraum. Das zuletzt gebildete Holz ist also
durch feineres Gefüge und größere Festigkeit ausgezeichnet. Dazu
kommt ein größerer Harzreichtum. Das Frühholz dient hauptsächlich
der Wasser- und Nahrungsleitung, das Spätholz aber der Festigung des
Stammes und der Äste, Frühlings- und Herbstholz gehen ganz allmählich
 ineinander über, Über den Winter hört dann das Wachstum auf.
Zwischen dem Spätholz des verflossenen Jahres und dem Frühholz des
nächstfolgenden Jahres entsteht also eine scharfe Grenze. Der Zuwachs
eines Jahres erscheint darum auf dem Stammquerschnitt als deutlicher
Ring. Der äußerste ist der jüngste. Je weiter man nach innen kommt,
desto älter werden die Ringe.
Wenn die Jahresringe breiter werden, bleibt das Spätholz ziemlich
gleich. Nur der weiche Ringteil des Frühlings- und Sommerholzes wird
verstärkt. Schmalheit der Jahresringe spricht also für gute Qualität des
Holzes. Darum wurde früher der Wert des Föhrenholzes zur Bemastung
der Schiffe hauptsächlich nach der Schmalheit der Jahresringe bemessen,
 NörDıincEr berichtet, daß im Jahre 1845 die Föhrenmaststämme,
 die er auf den Werften von Brest und Lorient verarbeiten sah,
nur ausnahmsweise 3 bis 8 mm breite Ringe hatten, aber bereits zu
Klagen über die Qualität Veranlassung gaben.
Die älteren Ringe eines Stammes sind dunkler gefärbt. Sie heben sich
bei der Bergkiefer als rötlichbrauner Kern vom äußeren, jüngeren und
helleren Holz ab, dem sogenannten Splint, Die dunklere Farbe des Kernholzes
 kommt von der Durchdringung der Zellwände mit Stoffen, die
das Holz vor der Zerstörung schützen, Darum ist das dunkle Kernholz
widerstandsfähiger als der helle Splint, Es gibt dem Stamm die nötige
Festigkeit. Das Splintholz aber leitet den Wasser- und Nahrungsstrom.
{m Vergleich mit der gewöhnlichen Waldkiefer sind die Holzfasern
der Bergkiefer kleiner und enger, Das Holz bekommt dadurch eine sehr
dichte Struktur. Es ist schwerer als alle anderen einheimischen Hölzer.
Sein spezifisches Lufttrockengewicht beträgt 0,83. Damit ist es eines der
schwersten europäischen Hölzer überhaupt. Nächst der Eibe (Taxus)}
ist es auch das härteste und schwerspaltigste unserer Nadelhölzer und
            
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