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GERD WOLF
Die Kiese enthielten nicht selten kleinere, mürbe Knochensplitter. Sie waren
jedoch meistens durch Gerölle zerdrückt oder infolge starker Abrollung nicht
mehr bestimmbar. Besser erhaltene Säugetier-Reste waren in den feinerkörnigen
Sandlagen eingebettet.
In den Jahren 1948 bis 1951 wurden von Herrn H. NEUNHOEFFER in der Kiesgrube
neben zahlreichen Resten anderer Großsäuger 2 Unterkiefer-, 1 Oberkiefer-Backenzahn
(Abb. 6) und 2 Stoßzahnbruchstücke vom Mammut ausgegraben.
Nach vergleichenden Messungen stammen diese Backenzähne von
einem „primitiven“ Mammut. Sie unterscheiden sich in der Entwicklungshöhe
von den Zähnen der gegen Ende der letzten Kaltzeit verbreiteten Mammute
(frdl. mdl. Mitt. Dr. R. ZıEGLER, Staatliches Museum für Naturkunde, Stuttgart).
Die Fundschicht dieser Zähne lag 6 m tiefer als die damalige Oberkante
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Abb. 6: Elephas primigenius BLUMENBACH, 3. Molar des linken Oberkiefers, M3 sup. sin.
von extern, Kiesgrube im Gewann „Sand“ bei Bieringen, Gemeinde Schöntal. (Aufnahme:
R. HaArıme, Staatliches Museum für Naturkunde, Stuttgart}
jh. Ges. Naturkde. Württ. 146 (1991)