Der Hohentwiel.
Eine naturwissenschaftliche Einzeluntersuchung,
1. Veröffentlichung der bis 31. Dezember 1930 vorliegenden Arbeiten.
Abb. 1. Der Hegau mit Twiel, Stoffeln, Krähen und Höwen von Südost
(Schienerberg) gesehen.
Der Plan der naturgeschichtlichen Erforschung
des Hohentwiels.
Von Hans Schwenkel,
Der Hohentwiel ist als Naturdenkmal einzigartig und stellt der naturwissenschaftlichen
Forschung eine Menge von Fragen, die noch der Beantwortung
harren. Als freistehender vulkanischer Pfropfenberg bietet er
schon nach seinem geologischen Aufbau aus Phonolithfels, einem gewaltigen
Fuß von Gehängeschutt unter den Felswänden und einem Sockel aus
Phonolithtuff sowie örtlichen diluvialen Ablagerungen eine seltene Mannigfaltigkeit
der Bodenformen, der Geländeneigung, der Gesteinsbeschaffenheit
und damit der Bodenbildung und Bodenfeuchtigkeit. Dazu kommt die
Lage des Hohentwiel inmitten der klimatischen Wärmeinsel des Hegaus,
deren Besonderheiten durch die Gegensätze der verschiedenen Auslage
und Gesteinsbeschaffenheit bald übersteigert, bald verwischt werden,
Auch der Grad der Beeinflussung durch den Menschen ist außerordentlich
verschieden. Neben fast völlig unberührten Felshängen und wenig beeinflußten
Schutthalden finden wir im Bereiche der Domäne Hohentwiel
Acker und Wiese, Garten und Weinberg, Heide und Weide. Daneben ist
die Rückwirkung der Festung auf die natürlichen Verhältnisse und die
frühere Einflußnahme des Forstmanns zu prüfen.
Unter diesen Umständen ist es von höchstem Wert, daß die Bauabteilung
des Finanzministeriums, welcher der Hohentwiel grundbuchmäßig