Mit dieser Sehnsucht aus der Kultur hinaus wird Swift
der Vorläufer der revolutionären Utopisten der kommenden
Jahrhunderte. Ihm selbst fehlte zum Revolutionär die Gläubigkeit.
Um so bewundernswerter ist bei diesem harten Pessimisten
seine unbeugsame Gerechtigkeit, sein unbeugsamer
Kampfesmut.
Er steht am Ende einer Uebergangszeit aus feudaler, ritterlicher,
dogmengebundener, ständisch begrenzter Gesellschaft
in die zersetzte, kämpfende, erwachende, unermüdlich zweifelnde,
fragende, fortstürmende bürgerliche Gesellschaft. Und
er steht dort als erster einer glänzenden Reihe von Irländern,
gleich ihm klug, skeptisch, furchilos und bewehrt mit der
scharfen Waffe des geistfunkelnden Witzes. Ihr letzter ist
Bernhard Shaw.
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