Volltext : Der Bau der Wolkenkratzer

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VIII. Deckenkonstruktionen.

Gegenstände, Kassenschränke usw. müssen nach ihrem wirklichen
Gewicht extra berücksichtigt werden. Bei Warenhäusern wird im
Mittel eine Nutzlast von 740 kg pro qm zugrunde gelegt. Noch
schwerere Decken können bei Gebäuden, die mechanischen Arbeiten
dienen, nötig werden. So kamen in einem Teile des Curtis Gebäudes
in Philadelphia, das für die Zwecke einer großen Zeitungsdruckerei
dient, größere schwere Maschinen, insbesondere Pressen zur Aufstellung,
 die für die Decken und Deckenträger eine Nutzlast von 2050 kg
pro qm, für die Unterzüge eine solche von 1300 kg pro qm und für
die Säulen von 980 kg pro qm in Rechnung zu nehmen zwangen.
Die Pressen konnten dann in beliebiger Lage aufgestellt werden.
Daraus ergab sich das sehr große Eigengewicht der Decke von 710 kg
pro qm für die Deckenträger und von 830 kg pro qm für die Unterzüge.

In manchen Gebäuden werden einzelne Geschosse für größere
Lasten berechnet, als ihr unmittelbarer Gebrauch verlangen würde,
um sie allenfalls als Lagerräume benutzen zu können.

b) Decken aus Terrakotta.
Die Decken der meisten Wolkenkratzer werden aus hohlen Terrakottasteinen
 von verschiedenartigen Formen hergestellt. In den normalen
 Decken bilden dieselben scheitrechte Bögen mit quer- oder
längsgelegten Steinen oder Segmentbögen mit etwas Stich. Der
Schub, den diese gegen die Nebenträger hin ausüben, wird von
eigens eingelegten Zugstangen aufgenommen. Die Eigenschaften
der Schall-, Wärme- und Feuersicherheit werden von dieser Decke
in hervorragendem Maße erfüllt. Die Steine sind hohl und schließen
getrennte Lufträume ein. Die Höhe der Decken ist ım allgemeinen
größer wie bei uns, es wird von dem amerikanischen Architekten
trotz der vielen Stockwerke nicht derjenige Wert auf eine geringe
Konstruktionshöhe gelegt wie bei uns, weil der Wert einer hohen
Decke als wertvolles Glied in der seitlichen Widerstandsfähigkeit des
Gebäudes hoch angeschlagen wird.
Die scheitrechten Bögen werden über den gewöhnlichen nicht
zu schwer belasteten Räumen ausgeführt. Eine derartige Decke mit
quergelegten Steinen ist in Abb. 226 dargestellt. Dabei hat man
dreierlei Formen von Steinen: Anfänger, normale Steine und Schlußsteine.
 Die Zwischensteine haben parallelepipedische Gestalt, der
Schlußstein ist keilförmig. Die Höhe der Decke richtet sich nach
deren Spannweite und nach der zu tragenden Last und geht von
            
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