MEISTER VON RAIGERN, UM 1325, AUFERSTEHUNG CHRISTI. RAIGERN, STIFTSGALERIE
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Im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts hat der Maler, dem ein Altar im Benediktinerkloster
Raigern bei Brünn den Namen gab, Anmut der Gebärde und Weichheit
aller Formen zu einem eigenen Stil fortgebildet, der über die Grenzen des Landes
hinaus nach Osterreich und Bayern, nach Schlesien und Sachsen drang. Ebenso
wie im Werk des Wittingauers zeugen auch in dem des Meisters von Raigern neu
aufgefaßte Szenen vom Tiefgang der religiösen Bewegungen, für die Böhmen
schon vor dem Auftreten des Johann Hus ein besonderer Schauplatz geworden
war. In der „Auferstehung‘ von Raigern wird Christus mit der Siegesfahne
zugleich als Gekrönter, als ein Himmelskönig vorgeführt, dem Engel Szepter und
Reichsapfel als Symbole seiner Herrschaft reichen.