201 —
und Wachtürmen, das man einst von hier aus gesehen haben
mag“ (Nägele), längst dem Zahn der Zeit zum Opfer gefaällen:
die Landschaft mit ihren herrlichen Thälern und Höhen ist die—
elbe Wehseben
Von Onstmettingen führt eine Landstraße (Postverbindung)
über die Paßhöhe des Stichwirtshauses (815 mm) nach Tann—
heim und zur Bahnstation Bisingen hinunter (9J Km). Wer
aber nicht blos Paßwege adian sondern zugleich auf den be—
nachbarten Höhen etwas sehen will, der gehe entweder von Onst—
mettingen auf einem über die Hochfläche führenden Fußweg direkt
nach Pfeffingen (ek St.) und von da nach Burgfelden mit
Boöllert und Schalksburg, oder er bleibe gleich auf der Höhe
und strebe (den undurge links lassend) zum Hundsruck und
Streichmerberg, von denen wir oben gesprochen haͤben, oder end—
lich zum Irrenberg (016 my), der gleichfalls eine prächtige
Aussicht gewährt.
Doch wir sind damit bereits unbemerkt von den Balinger
Bergen ins
2. Zollerngehiet
zjinüber gewandert, das wir uns nun etwas genauer ansehen
wollen, aber von der anderen, der Hechinger Seite aus. Wenn
vir dann damit zugleich einen Gang durch die Berge der Tü—
binger Alb (sit vonia verbo)) verbinden wollen, so gliedert sich
auch dieser Abschnitt von selbst wieder in die drei Teile: Hohen—
zollern mit Hechingen, die Thäler, die von hier aus
aAbeinwärts führen und die Berge südlich von Tübingen.
Wir beginnen also gleich mit
a) Hoheuzollern und Hechingen
und beschreiben in erster Linie die Krone dieser ganzen Gebirgs—
gruppe,
den Hohenzollern selbst und seine Kaiserburg.*)
Den Aufstieg nimmt man am einfachsten von Station
Zollern, und wenn wir anfügen, daß dieselbe 548, die Bur—
dagegen 860 über dem Meer liegt, so ergiebt sich daraus, ung
*) Vergl. Alb-⸗Ver.“Bl. 1891, 127; 1892, 181 ff.; 1893, 241.