Volltext : Unsere Schwäbische Alb

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zruppe am Jägerhaus sich wieder ein herrlicher Aussichtspunkt
aufthut. Von hier geht man entweder in der Glasklinge
Quelle) nach Degenfeld hinab oder auf der Hochfläche zur
Leütze lalb (746 mn, abermals schöner Aussichtspunkt), von der
aus in wenigen Minuten die Posistraße Böhmenkirch —Weißen⸗
stein erreicht wird.
Andere ziehen es vielleicht vor, vom Bernhardus die Rand—
wanderung an der Nordwestseite der Albkette fortzufetzen und
auf das Bargauer, Horn (788 m) —— — das
wieder eine hübsche und digenartige Schau ins Remsgebiet ge⸗
währt. Wer Lust hat, kann noch länger auf der Hochfläche
bleiben und entweder über das „Himmelreich“ d. h. den hin⸗
eren Scheuelberg (690 m) zum vorderen oder eigentlichen
Berg dieses Namens (688 m) auf Waldpfaden sich den Weg
suchen und von seiner Spitze nach Heubach austeigen oder er
ucht letzterem Städichen von Barthol omä aus eizukommen,
wohin er vom Bernhardus aus auf ebener, aber öder Hochfläche
iber die Kitzinghöfe gelangt (192 Stunden).
Doch daͤmit sind wir bereits an unsern zweiten Abschnitt,
nämlich nach

b) Heubach und Umgebung

gekommen. Die Wanderung nach diesem überaus lieblich zwischen
Scheuelberg und Rosenstein gebeiteten Städtchen wird wohl frei—
lich meist von Gmünd aus (mit Bahn) über Unterböbingen ge—
macht. Sehr zu empfehlen ist aber für einen rüstigen Fußgänger
auch der direkte Weg von dort über Oberbettringen und
Bargau, da dieser am Fuß der Albberge hinführt und fort—
während schönste Aussicht auf dieselben dietet (2. Stunden).
Wer aber von Weißenstein herkommt, geht am besten über den
vorhin genannten Sattel zwischen Degenfeld und Weiler nach
letzterem Ort hinab und von hier über das reizend von Obst
bäumen beschatlete Buch auf sein Ziel zu (Weißenstein — Heubach
2. Stunden).
Auch Heubach (Rößle, Rosensteinhotel)*) hat eine wunderbar
liebliche Lage und gehört überhaupt mit nichten zu „den kleinsten
anter den Städten“ im Land Württemberg. Denn wenn auch
jeine Bewohnerzahl (ca. 1500 Seelen) nicht eben groß ist, und es
längst sein Oberamt verloren und nach Gmünd abgegeben hat,
wenn kein Herrensitz mehr darin sich befindet und kein Ritter in

*) Val. Alb⸗Ver.«Bl. 1889, 23; 1800, 7; 1891, 8, 122; 1893, 99, 246 ff.
            
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