11. Stratigraphischen Ueberblick
des Landes zur Seite, d. h. wir geben eine möglichst gedrängte Beschreibung
der geologischen Schichten, wie sie aufeinander folgen,
nebst den Leitfossilien, die sie enthalten und von denen wenigstens
die wichtigsten im Bild gebracht werden sollen. Wir beginnen
mit dem
Grundgebirge,
wie es im Schwarzwald zu Tag und als Granit und Gneis uns
vor Augen tritt. Beide bestehen aus denselben Mineralien (Quarz,
Feldspat und Glimmer), nur zeigt der Granit ein körniges, der
Gneis ein lagenhaft geschichtetes Gefüge derselben. Der Granit,
sin eruptives Tiefengestein, bildet stockartige Massen, die
vielfach von später ausgebrochenem Material gangartig durchsetzt
sind (Ganggranit oderGranitporphyr). Noch später,
nämlich zur Zeit des Rotliegenden, brachen die eigentlichen
Porphyre (Quarzporphyre) des Schwarzwalds aus, die als
Ergußgestein sich deckenartig über das Land ausbreiteten.
Diese 3 Gesteine erzeugen die schroffen F elsen, während der
leichter verwitternde Gneis weiche, gerundete Kuppen bildet.
Auf dem Grundgebirge liegt in manchen Gebieten des Schwarzwalds
als Deckgebirge
das in Gestalt von Arkosen!?), Breccien!), Konglomeraten!) und
Sandsteinen auftritt und nach oben mit einer Karneol- und
Jaspisbank abschließt, welche die natürliche Grenze bildet zur
das Rotliegende,
Trias,
der „Dreiheit“ (von Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper),
deren unterstes Glied
a) der Buntsandstein überall, wo das Rotliegende fehlt —
und dies ist im Schwarzwald meistens der Fall — unmittelbar
auf dem Grundgebirge lagert.
Der untere Buntsandstein, feinkörnig und glimmerreich,
öfters mit Manganflecken durchsetzt („Tigersandstein‘“),
l) Breccie heißt man ein Gestein, in welchem eckige, Konglomerat
ein solches, in dem gerollte Brocken zusammengekittet sind;
mit der Verfeinerung der Stücke gehen beide in „Arkosen“ über,
wenn viel Feldspat hinzu-, oder in grobe Sandsteine, wenn jener
zurücktritt.