„ur Pauplab
und Werüstast
Mitteilungen der Beratungsstelle für das Baugewerbe
herausgegeben von der Königl. Zentralstelle für Gewerbe und Handel
2. Jahrgang.
Stuttgart, März 1907. — Nummer 3.
as Rathaus als Sitz der Gemeindeverwal⸗
ung nimmt eine bevorzugte Stellung unter
den Gebäuden in Dorf und Stadt ein. Es
wvird daher meist schon durch seine Lage
m Mittelpunkt einer Ansiedelung durch
einen vorgelagerten Marktplatz oder eine
Erbreiterung der hauptstraße, an der es
liegt, ausgezeichnet. Im Mittelalter, mit dem Aufblühen
der städtischen Kultur, entfaltete sich der Rathausbau, be⸗
sonders in den reichen Handelsstädten, zu hoher Blüte.
DViele der berühmtesten Rathäuser in den Städten des alten
Das Rathaus.
deutschen Reiches stammen schon aus der Zeit der Gotik.
Aber auch die nachfolgenden Jahrhunderte haben uns,
amentlich in Süddeutschland, großartige Rathausbauten
hinterlassen. Wir in Württemberg können uns, wenn auch
icht der größten, so doch einer Keihe der interessantesten
dathausbauten aus allen Zeiten rühmen. Ich brauche
ur die RKathäuser von Ulm, Heilbronn, Eßlingen, Tübingen,
chwäbisch Hall, Gmünd, Besigheim, Märkgröningen u. a.
u erwähnen. Sind die hier angeführten die bedeutendsten
ind bekanntesten, so beherbergt noch fast jedes alte Städt—
hen oder größere Dorf einen eigenartigen Rathausbau.
Kathaus in Paihingen a. F. Architekten: Eisenlohr & Weigle,. Stuttqgart.
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