Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Kgl. Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1907, Bd. 2, Heft 1/12)

dür Bauplatz
d Werkstatt

Mitteilungen der Beratungsstelle für das Baugewerbe
herausgegeben von der Königl. Zentralstelle für HGewerbe und handel

2 2. Jahrgang. Stuttgart, Juni 1907. Nummer 6.

s Einfassungen der Beete und Rabatten
ind die gewachsenen, aus geschnittenem
Zuchs wohl am schönsten. Auch solche aus
chmalen, gut gepflegten Kasenstreifen, die
durch breite Bandeisen gegen die Wege
charf begrenzt werden und halt bekom—
nen, nehmen sich gut aus. Nicht zu breite,
zut gepflegte, bekieste oder mit Sand bestreute Wege zer—
eilen die Gesamtflächen in einzelne Abteilungen. Die beste
Wirkung und die schönsten Verhältnisse erzielt man hier,
wenn man natürlich und ungekünstelt die einfache Gerade
wählt und nicht durch willkürlich und unnötig gekurvte und
gewundene Wege aus der verfügbaren Släche ein wirres
Durcheinander macht. Es ist merkwürdig, wie lange sich

Garten und Haus. GEchluß.)
das Vorurteil erhält, jeden kleinen Raum, ja selbst Vor—⸗
zärten, nach Art von großen Parkanlagen auf wechseln⸗
em Gelände auszubilden. Diese falsch verstandenen Park—
inlagen haben auch zu dem fast noch allgemein herrschen⸗
en Schema der heutigen Gartenanlagen überhaupt geführt.
Pas dort in den großen Verhältnissen natürlich wirken
iann, wird hier, in verkleinertem Maßstab nachgeahmt,
ur Karikatur und Spielerei. Im Park wechseln große
Viesen mit kleinen Hhainen und Wäldchen, vor welche da
ind dort einzelne stattliche Bäume wie die Führer einer
deerschar aus Reih und Glied vortreten. Dies wird nun
zei so einer Gartenanlage, wie sie gewöhnliche Sterbliche
inzulegen im allgemeinen in der Lage sind, dadurch nach—
gemacht, daß die Fläche, durch die sich Wege ohne jeden

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Bauernhäuser in Binsdorf: Architekten Böklen & Feil. Stuttqart.

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