Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Kgl. Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1907, Bd. 2, Heft 1/12)

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—AD Bauernhäuser in Binsdorf. Archit.: Böklen & Feil, Stuttgart. Seitenansicht von rechts.
scchlossen sein. Am besten wird dies durch eine ruhige, die für das Aussehen schlechter sind als wenn der Garten
einfache 5 nn rauhen Feuen w breiten lJanz ohne Umzäunung bliebe.
Fugen oder mit rauhem Verputz, oben mit Siegeln ab— 7 4875 Kurz nach der
gedeckt, geschehen. Auf der Innenseite bietet die Mauer Bauernhäuser in Binsdorf. de
an sonnigen Stellen erwünschte Gelegenheit zum Ziehen von »alastrophe von Ilsseld im Sommer T007 würde auch der
Spalierbaumen. An andern Teilen der Mauer mag Epheu ‚rößte Teil des Dorfes Binsdorf, OA. Sulz a. N., ein Raub
und wilder Wein sich empor- und darüber hinwegranken. er FSlammen. Über 100 häuser wurden eingeäschert, auch
ine angenehme Unterbrechung kann ein hübsch aus- as Rathaus und das Schulhaus. Bei dem sofort be—
gebildetes Gartentörchen bilden. Welche Mannigfaltigkeit onnenen Wiederaufbau waren verschiedene Ärchitekten
hier möglich ist, zeigen uns die erhaltenen Beispiele an eteiligt. So wurde das Rathaus, das wir schon in Ur. 3
alten Gartenanlagen. Für den Außenstehenden hat ein s. Jahrg. veröffentlicht haben, nach den Plänen der Archi⸗
olcher Garten etwas besonders Anziehendes und Ver- »xkten Bihl & Woltz, Stuttgart, ausgeführt, das Schulhaus,
ockendes, etwas wie vom verlorenen Paradies, wenn man on dem wir einige Details (Perbindungsgang, Eingangs—
jo über die undurchdringliche Mauer die Wipfel der BHäume, artie) unseren Lesern gezeigt haben, von Professor Theodor
die Spitze eines luftigen Gartenhäuschen, den rankenden ischer in Stuttgart entworfen. Eine Gruppe von Bauern—
Tpheu oder wilden Wein hervorragen sieht. Wie über- äusern wurde nach Entwürfen der Architekten Bök—
raschend wirkt dann ein kleiner Einblick in das Innere en E Seil in Stuttgart erstellt. Unser Schaubild auf
hurch ein Gittertor oder einen Ausschnitt in der Mauer, 5. 21 zeigt diese Häuser des neuerstandenen Dorfes, und
durch den man wie in einem Rahmen das Bild des Gartens uf den folgenden Seiten ist in Aufriß, Schnitt und
tassen kann. Wo die Mittel zu einer solchen Mauer nicht ßrundriß eines derselben, ein Doppelhaus, näbor ↄrläutort.
ausreichen, wird ein F.
seener hen Aus d.guten
der eine natürliche i
Mauer bildet, den alten Zeit.
gleichen Zweck er⸗ Wir sind auf der
üllen. Auch ein kräf⸗ hauptstraße in das
tiger Hholzzaun, etwa Dorf (hildrizhausen,
auf einem niedrigen DA. Hherrenberg) ein⸗
dockelmäuerchen zwi⸗ getreten und da, wo
chen Steinpostamen⸗ die Straße eine schön⸗
ten, hat noch eine geschwungene KUurve
befriedigendere Ge⸗ deschreibt, an das
chlossenheit, die ei— Kathaus gelangt.
nem eisernen Zaun Das Bild zeigt, wie
abgeht, wenn er nicht auch an einem klei⸗
in sehr starken Di— ien Bau und in be—⸗
nensionen gehalten cheidenen Verhält⸗
wvird. Ist dies letz— aissen mit den einfach⸗
tere nicht der Fall, ten Mitteln der Cha⸗
o wird ein soslcher rakterisierung die Be⸗
zaun schwächlich und timmung des Hau⸗
unbehaglich aus— es als Rathaus in
ehen, ganz zu schwei⸗ der äußeren Erschei⸗
gen von der arm— aung deutlich zum
eligen Wirkung blo⸗ Ausdruck gebracht
—A werden kann.
            
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