Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Kgl. Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg.1909, Bd. 4, Heft 1/12)

‚ür Bauplatz
und Werkstalt
Mitteilungen der Beratungsstelle für das Baugewerbe
herausgegeben von der Königl. Zentralstelle für Gewerbe und handel

4. Jahrgang.

——————,
Stuttaart, Mai 1900.

Nummer 5. S

Sschülerarbeiten der Kql. Baugewerkeschule, Stuttgart.

r führen heute unsern Lesern drei selb⸗
tändige Entwürfe von Baugewerkeschülern,
die kurz vor Absolvierung der Stuttgarter
zaugewerkeschule angefertigt wurden, vor.
ks war eine ideale Aufgabe, welche zu
—E nösen war — das Wohnhaus eines Ober⸗
imtstierarztes — sie ließ der Phantasie der einzelnen
zchüler reichlichen Spielraum. Jede der drei Arbeiten zeigt
eine frische, anmutige Auffassung, die auf jede Überschweng—
lichkeit in der Auswahl der architektonischen Motive und
uuf das haschen nach historischen Stilformen verzichtete.
Grundrisse und Perspektiven geben dem Leser ein treffen⸗
des Bild, wie verschieden eine solche Aufgabe sowohl nach
der Gesamtanordnung im Bauplatz, als auch hinsichtlich

der architektonischen Gruppierung und Durchbildung be—
sandelt werden kann. Beer stellt das Wohngebäude direkt
in die Straße und bildet längs der letzteren einen reizen—
»en bedeckten Gartengang aus, der harmonisch mit dem
Dohngebäude zusammengeht. Dadurch wird ein zusammen—
ängender ruhiger Garten gewonnen und ermöglicht, von
zen Simmern aus den Straßenverkehr zu verfolgen. Die
eiden anderen Architekten, Schuh und Benz, gingen jeden⸗
alls von der Erwägung aus, sämtlichen Simmern des
Wohngebäudes eine möglichst ruhige, staubsichere Lage zu
zeben. Letzterer hat, wie seine Perspektive zeigt, die
zesamte Gartenanlage mit großer Liebe durchgebildet.
Der beschränkte Platz gestattete es leider nicht, noch
weitere Entwürfe zu bringen. Jedenfalls sprechen aber

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75—7

Tigener Entwurf von Bauwerkmeister Karl Beer, Ulm.

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