Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Kgl. Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1911, Bd. 6, Heft 1/12)

in eine Privat⸗
chule. Das alte
instockige Ge—
hbäude liegt
außerhalb eines
oberschwäbischen
Dberamtsstãdt⸗
hens an einer
Wegegabelung
und bildet mit
seinem langen
niederen Dach
einen wirkungs⸗
vollen Abschluß
der von der Stadt
her führenden
Straße. Ein
altes Kreuz und
ein Hain vorge⸗
agerter Bäume
pollenden das
Tandschaftsbild,
das wert ist, in
einer Schönheit
ind Geschlossen⸗
deit erhalten zu
zleiben. Die
Zeratungsstelle
hat deshalb bei
der Ausarbei—
ung ihres Vor⸗
chlags ihr Au—
zenmerk darauf
gerichtet, das
alte Gebäude
in seiner Er—
cheinung nicht
zu sehr zu ver⸗
indern, um die
Wirkung des
gelagerten, nie—
deren Baukör⸗
pers, die durch
die hochragen⸗
den Bäume und
das Kreuz noch
gesteigert wird,
durch Vor bauten
und größere
Dachaufbauten
nicht zu schmä⸗—
ern. Inwieweit
dies gelungen
st, zeigt ein Ver⸗
zleich der bei—
den beistehen⸗
den Schaubilder
des alten und
zünftigen Zu⸗
tandes.
Der alte
Brundriß ist in
dem beigefügten Plan durch schwarz angegebenes Mauer—⸗
werk leicht ersichtlich. Die Einbauten sind durch schraffierte
Mauerschnitte gekennzeichnet. Der Bauherr wünschte vor
allem einen geräumigen Lehrsaal für ungefähr 40 5chüler,
der für die Zöglinge vorläufig zugleich als Speisesaal
dienen soll und demgemäß mit der Küche in guter Ver—
bindung sein muß. Außerdem waren Schlafräume und
ein Waschraum für die Zöalinge erforderlich. Die Var—

valtungsräume
ollen zunächst
in dem in der
Nähe liegenden
VPohnhaus des
Besitzers ver⸗
oleiben. Der
Dachraum ist
als Schlafsaal
ür die Schüler
vorgesehen. Die
tinfügung der
Aborte, des An⸗
ichteraums, der
Küche usw. ge⸗
schah auf der
Kückseite des
hebäudes. Der
Abschluß des
Grundstücks
von der Straße
geschieht am
desten durch eine
nieder gehaltene
hecke, die eine
unaufdringliche
ODermittlung des
Bebãudes mit
der umgeben⸗
den Natur über⸗
rmmft. —
Anlageu.
Bau von
Wand⸗ 6ñ
kästen.!
Die Entwick⸗
lung unserer
Wohnweise
führt uns stetig
vom Mehr⸗
familienhaus
dem Einfami⸗
lienhaus ent⸗
gegen. Anlage
u. Cinrichtungen
des Eigen heims
ind in diesem
ODerlauf schon
n manchen
ztücken ver⸗
bessert und ver⸗
feinert worden,
vas wohl zum
Teil auf die
regere Anteil—⸗
zahme und Mit⸗
arbeit des Be—⸗
wohners bei der
Planung und
Ausführung des Hauses zurückzuführen ist, im Gegensatz
‚um Mehrfamilienhaus, bei dessen Planung die künftigen
Zewohner oder Mieter meist noch gar nicht bekannt sind.
Als Verbesserung können wir auch die Wiederaufnahme
des Einbaus von Wandkästen rechnen. Wohl in—
olge des Strebens nach größter Raumausnützung und
zewegungsfreierer Grundrißgestaltung kam man wieder
nehr auf das feste Möbel aus den Seiten unserer Vor—

AEEEECCC. æ —
Vorder⸗- und Seitenansicht.

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Ruück- und Seitenansicht.

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— ——

4

— — — —
Quer⸗ und Längenschnitt.

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