Volltext: ARCH+ : Studienhefte für architekturbezogene Umweltforschung und -planung (1969, Jg. 2, H. 5-8)

3.51 Formulierung des Bewertungssys tems 
Extremum Z: maximale Zergliederung der Nutzungen 
Zur Zuordnung der Nutzungen können folgende Extrema 
gebildet werden: 
Extremum 1: maximale Nutzungsüberlagerung 
(z.B. Kochen im Eß-, Wohn-, Schlafbereich) 
DS 
SV 
e 
LS ? 
Hierbei sind Weglängen in Relation zur Weghäufigkeit 
entscheidend. Die Nutzungsanalyse nimmt nach Gesamt- 
ziel 1 einseitig Rücksicht auf das erste Extremum. Die 
weiteren Stufen der Bewertungshierarchie sind nach Ände- 
rungserwartungen von Eigenschaften und Verhaltensweisen 
aufgestellt. Größen, deren Änderungen langfristig zu er- 
warten sind, sind an die Spitze der Hierarchie gestellt. 
J 
Hierbei werden Störungsabhängigkeiten zum höchsten Be- 
wertungskriterium erhoben. 
3151 BEWERTUNGSSYSTEMS 
34 
NUTZUNGSMODELL 
STÖRUNGSABHÄNGIGKEITEN 
% wird eine Hierarchle der Störungstärke in der Reihenfolge 
physisch 
akustisch 
klimatisch 
visuell eingeführt; 
iutzungen stören sich, wenn eine Nutzung für Störungssendungen der anderen 
lutzung empfindlich ist. 
kutzungen stören sich nicht, wenn 
keine Störungsempfindlichkeit vorliegt 
keine Störungssendung erfolgt. 
Astzungen können sich nur klimatisch stören, wenn sie nicht gleichzeitig 
tattfinden können. 
JMWELTKONTROLLE 
\lle Nutzungen mit gleichen Umweltkontrollen sollen möglichst beieinande* 
4egen. 
BEWERTUN SYSTEM 
GETRENNT 
PUFFERZONE 
Wenn Störungen: 
physisch 
klimatisch 
stark 
denn nicht 
gleiche Belichtung 
kurzzeitige Grös- 
venänderung 
Fleiche Ausstat- 
tung, Installation 
“ugrif£sforderung 
> 
Ss 
=> 
GETRENNT 
PUFFERZONE 
A 
A 
ANSCHLIESSENC 
ENBEZOGEN 
ABER 
‚ABTRENNBAR 
VERBUNDEN 
EINBESCHREBEN 
ÜBERLAGER" 
A 
CD 
y 
\ 
X 
LE FE 5 UZ SE ED 
S > N LE = 
X \ = SS +} n _ Sn 
/ x CM A De 
BF 
OA DE 
As Sa AL Ce N 
ANSCHUES- 
SEN 
denn Störung: 
physisch 
schwach 
akustisch 
klimatisch 
visuell 
denn nicht 
gleiche Belichtu 
kurzzeitige Grös: 
venänderungen 
gleiche Ausstat- 
Yung 
Senn 
gleiche Install. 
Zugriffsforderung 
EINBEZOGEN: 
ABER 
ABTRENNBAR 
Wenn Störungen: 
physisch 
akustisch 
klimatisch 
kurzzritig,selte 
gleichzeitig 
Wenn gleiche 
Umweltkontrolle 
kurzzeitige Grös 
senänderung 
Ausstattung(teilwv 
Installation 
VERBUNDEN 
EINBESCHRIE 
BEN 
<enn keine Störung 
physisch 
akustisch 
klimatise 
denn Störung: 
visuell 
denn gleiche 
mweltkontrolle 
Zrössenänderung 
Ausstattung(feilw 
Installation 
\ugr1f£sforderun; 
ÜBERLAGER” 
Wenn keine Störs 
physisch 
akustisch 
klimatisch 
visuell 
denn gleiche 
Omweltkontrolle 
Grössenänderung 
Ausstattung 
'nstallation 
ugriffsforderung 
KM 
SRÖSSENABHÄNGIGKEITEN 
(utzungen mit kurzzeitigen Größenänderungen sollen so liegen, daß eine 
jutzung kurzzeitig zuungunsten der anderen vergrößerbar ist. Sie sind nur 
vergrößerbar, wenn die Forderungen nach Vergrößerung nicht gleichzeitig 
wöftreten. 
kıtzungen mit langzeitigen Größenänderungen sollen so liegen, daß Größen- 
Inderungen ohne Benachteiligung anderer Nutzungen durchgeführt werden kön 
‚en, Es müssen die Abhängigkeiten der Flächengrößen pro Haushalt unter- 
‚ucht werden, 
Irößenänderungen können als Störungen auftreten. 
AN 
ZZ 
AUSSTATTUNGSABHÄNGIGKEITEN 
kutzungen mit foster Ausstattung sollen so liegen, daß Ausstattungsänderun 
;en ohne Beeinflussung der übrigen Bausubstanz durchgeführt werden können. 
kıtzungen mit transportierbarer oder mobiler Ausstattung sollen so liegen, 
jaß sie kurzzeitig gegeneinander austauschbar sind. 
HH HE 
SZ NN 
C- 
C 
in 
aa 
/ 
Sa 
NSTALLATIONSABHÄNGIGKEITEN 
‚Ale Sutzungen mit vertikaler Installation sollen möglichst beieinander 
iegen 
‚utzungen mit vertikaler Installation sollen.so liegen, daß die Installatio 
ihne Beeinflussung der übrigen Bausubstanz änderbar ist.> 
NR 
PC 
INSTALLATIONS - 
NDSRUNG 
GT 
\ 
1 
; 
ZUGRIFFSABHÄNGIGKEITEN 
Nutzungen mit Zugriff zueinander sollen möglichst nah beisammenliegen, 
Z 
x. 
A 
ARCH +2 (1969) H.5
	        
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