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so schön wie bei dem vorgenannten Entwurfe. Die Theater- Nottreppe
ist ohne Ausgang nach dem Platze; die Aborte haben dunkle
Vorräume. — Die mit einfachen Mitteln erreichte architektonische
Virkung ist gut rathäuslich. Dass zu den Gliederungen ausser
ranit auch Backstein verwendet ist, kann mit Rücksicht auf die
sten nicht zum Vorwurf dienen, hat aber — nicht zum Vorteil
für die Architektur — zur Anordnung lauter bogenförmig geschlossener
Fenster geführt. Im Zusammenhange hiermit sind die Geschosshöhen
reichlich bemessen und haben zu einer übertriebenen Gebäudehe
geführt, deren Minderung der Wirkung des Turmes zu gute
)mmen sein würde. Die Gliederung des Stadtverordneten-Sitzungsles
hätte reizvoller sein können, Die vorgeschriebene Kostennme
ist eingehalten.
Mit dem dritten Preise ausgezeichnet ist der Entwurf des
hitekten Franz Thyriot in Berlin. Der Grundriss leidet an
nchen Mängeln und empfichlt sich zur Ausführung nicht untelbar.
Der Preis ist dem Entwurfe zuerkannt wegen des echt
lichen und reizvollen Gepräges der äusseren Erscheinung, der
es Lob zu spenden ist. Besonders gelungen erscheint die Nordite
und die Rücksichtnahme auf die Achse der Liegnitzer Strasse.
Wegen guter Verteilung der Massen und Beschränkung der
Motive ist die Ausführbarkeit innerhalb der gesteckten Kosten-;renzen
möglich.
Der Entwurf mit dem Kennwort „Gewappnet“ wird zum Ankauf
empfohlen. Der Grundriss, vornehmlich der Eingang zu den
Kassen, ist zweckmäfsig; nur herrscht Mangel an Licht im Flur des
Erdgeschosses, es könnte durch Einschränkung der Aborte gewinnen.
Die Regervezimmer sind Lückenbüsser. Sitzungssaal des Magistrats
und Zimmer des Beigeordneten würden gegen die Magistratur zu
vertauschen sein. — Der flott vorgetragene Entwurf ist an sich zu
aufwandsvoll. Der anerkennenswerte Versuch, den Turm bis zum
viereckigen Unterbau frei zu halten, hat zu einer eigenartigen, jedoch
praktisch und ästhetisch bedenklichen Ecklösung geführt. Als besonders
glücklich hervorzuheben sind einzelne Fenstergruppen und
die Betonung der Achse der Liegnitzer Strasse.
Zum Ankauf empfohlen wird ferner der Entwurf mit dem
Merkzeichen: „Roter Stern im Kreis“.
Der Entwurf mit dem Kennwort „S. P. S. L.“, welcher ebenfalls
zum Ankauf empfohlen wird, zeigt eine sehr mafsvolle rathausmäfsige
Architektur, wegen des Doppelgiebels echt schlesischen
Gepräges. Liebenswürdig ist das Portal nebst Freitreppe. Nicht
granitmäfsig und künstlerisch zu ängstlich behandelt ist der Sprechplatz
des Bürgermeisters; nicht ganz geglückt ist auch die Verteilung
der Fenster auf der Nordseite. Der Grundriss ist gut bis auf die
künstlerisch nicht entsprechende Treppenlösung.
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