natürlicherweise nicht ohne weiteres zugeben, sondern vor
dem Bauherrn zu verteidigen suchen. In vielen Fällen
waren die Bauten auch schon soweit vorgeschritten, daß
änderungen ohne erhöhte Baukosten gar nicht mehr
möglich waren. —
Zur Abhilfe gegen
jolche Hemmnisse, die
sich unserer Tätigkeit
entgegenstellen, sei
auch an dieser Stelle
an die Bauherren
sowohl, als an die
Planfertiger die Bitte
gerichtet, die Pläne
in unfertigem und
skizzenhaftem SZu—
tand einzureichen, in
welchem ünderungen
ohne ostspieliges
und zeitraubendes
Umzeichnen noch leicht
beruͤcksichtigt werden
können. Noch besser
ist es, wenn der dar⸗
lehensuchende Bau—⸗
herr noch vor Inan—
griffnahme der Pla⸗
nung seinen Bau—
meister veranlaßt,
zur mündlichen Be—
sprechung die Bera—
tungsstelle aufzusu—
chen. Es ist durch⸗
aus kein Eingeständ⸗
nis der Unfäͤhigkeit Uberarbeitet.
für einen Architekten,
wenn er sucht, die Erfahrungen einer amtlichen
Stelle, die in besonderem Maße auf dem Gebiete
des Kleinwohnungsbaues tätig ist, sich zunutze zu
machen. Die Beratungsstelle ist in der Lage, außer
einer Raterteilung
für jedes Bauvor—
haben, auch Literatur
nachzuweisen, oder
aus ihrer Plan—
sammlung geeignete
Beispiele als An—
regung zur Verfü—
zung zu stellen.
Durch die bei—
stehenden Abbildun—
zen von eingesandten
und überarbeiteten
Entwürfen sei die
begutachtende Tätig⸗
keit der Beratungs⸗
stelle für die Ver—
sicherungsanstalt
Württemberg noch
besonders veran⸗
schaulicht.
Kurse für verstümmelte g
Angehörige des Baugewerbes.
und sollen den Zweck haben, Bauhandwerker, welche in⸗
'olge ihrer Verletzung ihren erlernten Feruf nicht mehr
ausüben können, zu einer verwandten Tätigkeit heranzu—
bilden. — Bis heute sind in den Kursen 250 Invaliden
ausgebildet worden.
Die Kursleitung läßt
sich sehr angelegen
sein, Kursteilnehmer,
deren Ausbildung ab—
geschlossen ist, und bei
welchen von militä—
rischer Seite kein
hinderungs grund vor⸗
liegt, in geeignete
Stellen unterzubrin⸗
gen. Infolge der Be⸗
ziehungen, welche die
Aursleitung als Bau⸗
beratungsstelle mit
allen Z3weigen des
Baugewerbes unter⸗
hält, ist es gelungen,
bisher ungefähr 120
Invaliden für Stel⸗
ungen zu sorgen.
Die Kursleitung hat
ich als weitere Auf⸗
gabe gestellt, die in
Betracht kommenden
Ceute auf die Meister⸗
prüfung und Invali—
den, welchen die Er⸗
· Igreifung des Tech⸗
AIILIGGAT. TTTInitkerberufs empfoh⸗
i dt. len werden kann, für
Cingesan die Baugewerkschule
oorzubereiten. — Die Kurse sind fortdauernd, so daß der
zintritt jederzeit möglich ist. Der Besuch ist für die
Invaliden kostenlos, ebenso werden die Materialien ohne
Dergütung abgegeben. Für Unterkunft und Verpflegung
militärentlassener
Kursteilnehmer sorgt
die Kursleitung. An⸗
fragen und Armel⸗
dungen sind an die Be—
ratungsstelle für das
Zaugewerbe, Kanzlei⸗
troße 76llII au richten.
Die Bera⸗
tungsstelle
sur oas Baugewerbe
erteilt den Angehöri⸗
gen sämtlicher Z3weige
des Baugewerbes, so⸗
wie Staats⸗ und Ge⸗
meindebehörden Rat
in allen künstlerischen
und technischen (jedoch
zrundsätzlich nicht in baupolizeilichen und rechtlichen)
Fragen. Sie üherarbeitet oder begutachtet Skizzen, Ent—
würfe und Detailzeichnungen. Mündliche Auskünfte (auch
telephonische) kostenlos Dienstags und Donnerstags von
/2321/37 Uhr nachmistags, Freitags von 9-5/31 Uhr
pormittags in dem Gebäude Kanzleistraße Nr. 26 u
in Stuttaart.
Uberarbeitet. Eingesandt.
Prüfung von Kleinhäusern für die Versicherungsanstalt Württemberg.
Die K.
Zentralstelle
ür Gewerbe
F sjund Handel
beranstaltet seit Marz 1915 Kurse für verstümmelte Ange—
hörige des Baugewerbes. Dieselben stehen unter der
Ceitung der Beratungsstelle für das Baugewerbe
Oerantw. Schriftl. Oberbaurat PaulSchmohl Dir. d. K. Baugewerkeschule, Vorst. d. Beratungsstelle f. d.ßaugewerbe; Verl.v. Wilh. Meyer⸗-Ilschen;
Druck von Carl Grüninger, sämtl. in Stuttgart. — Für d. Bezieher d. Gewerbeblattes a. Württemb. unentgeltl. Im Buchhandel M. 3.50 jährl.
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