Synopsis der deutschen Blindwanzen (Hemiptera
heteroptera, Fam. Capsidae).
Von Dr. Theodor Hüeber, Generaloberarzt a. D. in Ulm.
XII. Teil.
(Div. Oncotylaria. Fortsetzung.)
Megalocoleus Rzvt. 90. (Macrocoleus Fızs.)
Die Männchen länglich, die Weibchen mehr oval, glanzlos, oben
häufig schwarz behaart, die Geschlechter einander ähnlich. Der
Kopf immer um weniger als das Doppelte schmäler als der Pronotum-
grund, mehr oder weniger (meist nur leicht) geneigt, mehr oder
weniger verlängert, manchmal sehr lang spitz ausgezogen, nur wenig
abfallend, von vorne gesehen (kürzer oder länger) fünfeckig. (FIEBER:
Kopf von oben fünfeckig spitz, kurzseitig; Scheitel zur Stirne flach-
bogig gewölbt.) Kopfschild ziemlich stark vorspringend, allmählich
leicht gebogen, von der Seite gesehen ziemlich schmal und überall
gleichbreit, der Grundwinkel stark spitz, der Grund selbst mit der
Stirne bald zusammenfließend, bald von ihr abgesetzt, in der mitt-
leren Augenlinie gelegen (selten nur etwas oberhalb derselben);
Kehle gerade, in der Mundebene liegend; Gesichtswinkel spitz. Die
ovalen, ziemlich langen Augen liegen fast senkrecht oder leicht
schief an den Kopfseiten, sind meist (der südeuropäische longirostris
Fiss. ausgenommen) leicht gebuchtet und weichen am innern Rand
von der Mitte ab nach vorne auseinander. Der Schnabel reicht
meist (Tanaceti FALL. ausgenommen) über die hinteren Hüften hinaus,
manchmal ist er sogar sehr lang und überragt noch die Bauchspitze.
Die Fühler sind (longirostris FızB. ausgenommen) über der Augenspitze
eingefügt, ihr erstes, verkehrt kegelförmiges Glied ist so lang (beim &
etwas länger) als der Kopfschild. Nach Fiırser ist Fühlerglied 2
stabförmig und etwa 3'/emal länger als 1. Das Pronotum ist vorne