Dieses vor allem
muß abgestreift oder
anders gefaßt wer⸗
den, ohne daß da—
nit einer Verschlech⸗
terung des Grund⸗
risses das Wort ge⸗
redet werden soll.
In dieser Richtung
liegt die Unter⸗
iuchung, die in der
letzten Nummer über
zweck und Bedeu⸗
tung des Flurs in
der Kleinwohnung
angestellt wurde.
Mit dem in der
heutigen Nummer
abgebildeten Ent⸗
wurf zu einem Haus
für 2 Familien ist
nun der Versuch ge⸗
macht, ein Haus zu
entwerfen, in dem
nöglichst jeder Raum
inmittelbaren Wohn⸗
wert hat, und in dem die sogenannten Nebenräume auf
das allernotwendigste Ausmaß beschränkt sind. Ins—⸗
besondere ist hier wiederum von Bedeutung die LCage
und Gestalt des Flurs. Er ist gerade nur so groß
gewählt, daß von ihm aus die beiden Erdgeschoßräume,
ochlafstube und Wohnküche, sowie der Abort zugänglich sind.
krhellt wird er durch die Eingangstüre, die zu diesem
zweck mit einem beweglichen Fensterfluͤgel ausgestaltet
oder auch so ausgebildet ist, daß die obere Hälfte für sich
geöffnet werden kann. Die Treppe ist vom Slur aus
nicht zugänglich gemacht, weil dies eine Vergrößerung
dieses Raums mit sich gebracht hätte, die zu teuer wäre
im Verhältnis zu dem dadurch erzielten Gewinn der
direkten Sugänglichkeit der oberen Gelasse. Es ist aber
die Treppe so gelegt, daß sie unmitteibar hinter der
Wohnküchentür angelreten wird. Auf diese Weise wird
die Beeinträchtigung dieses Wohnraums, die etwa darin ge⸗
sehen werden kKönnte, daß er bei dieser Lage der Treppe
als Durchgangs⸗
raum zu dienen hat,
nach Möglichkeit
gering gehalten. —
die Treppe selbst
ist geradläufig und
teiler, als wir
etzt gewöhnt sind.
für eine steilere
und damit wesentlich
billigere Ausfüh—
rung war die Über⸗
legung maßgebend,
daß es sich üm eine
dtiege in einem
kigenhaus han—
delt, die nur von
einigen wenigen und
dazu von immer den
zleichen Menschen
hbenützt wird. Diese
kennen sie natürlich
genau und betreten
sie überdies auch
aur verhãltrismãßig
elten, denn sie führt
—
nur zu den Schlaf⸗
räumen im Dach, die
üur die großeren oder
erwachsenen Kinder
bestimmt sind. Das
größer gehaltene
schlafzimmer für
die Eltern und für
die kleinen Kinder
indessen ist eben⸗
erdig angeordnet.
Die Wohnküche
ist so groß gehalten,
wie es unbedingi
der Fall sein sollie,
wenn das Wohnen
neben dem Küchen⸗
herd nicht länig und
ungesund sein soll.
Uberdies ist der
Kochteil so gelegt,
daß auch räumlich
eine gewisse Schei⸗
dung vom Wohnteil
vorhanden ist. In
unmittelbarem An⸗
schluß an den Kochteil ist eine von einem Anbau überdeckte
Caube“ als Käüchenaustritt angeordnet. Es ist diese
'aube so gestaltet, daß sie namentlich im Sommer einen sehr
ingenehmen Aufenthaltsraum für die Familie gibt. Besonders
ie auf den Garten angewiesenen Kinder haben hier einen
hönen Spielplatz und zugleich ihren Hauptzugang zur Woh⸗
ung. Deshalb soll sie möglichst ebenerdig mit dem Garten
jegen. Aber auch die Mutter wird diesen Platz zu schätzen
vissen für die Vornahme häuslicher Arbeiten, namentlich für
ie Wäsche, die im Haus selbst vornehmen zu müssen immerhin
aästig ist. Bei schönem Wetter dürfte die Laube einen
serrlichen Platz für die Aufstellung des Mittagstisches
ibgeben, zumal sie vor seitlichen Winden durch ihre teil⸗
veise Einbeziehung in das haus geschützt ist.
Das haus selbst soll der Billigkeit wegen nicht unter⸗
rellert werden. Ciegt es, wie es bei uns so oft die
dage gibt, am Hhang, so wird es mit der Zeit dem
jausvater vielleicht moͤglich sein, in seiner freien Zeit sich
selbst einen Keller
in den Berg zu
graben, der neben
seiner vorzüglichen
Bũte noch den Vor⸗
teil größter Billig⸗
keit hätte. Für die
Kohlen ist hinter dem
Abort ein Gelaß
vorgesehen. Nõtigen⸗
falls könnte an dieser
Stelle auch noch ein
Schuppen auf Frei⸗
pfosten angebaut
werden als weiterer
Platz für die Auf⸗
bewahrung vonholz,
Berãte und ähn⸗
liches. Über diesen
sAnbau wäre dann
das Dach als
Schleppdach herun⸗
terzuführen.
Die Ausführung
könnte in der übli⸗
chen Weise erfolgen.
CAVBEF
—DE—
Aιαιι_— 9
F —
⸗
CA OHMBEF
J——
Kleinhaus für 2 Familien. Erdgeschoß.
SCAELAIFS STDOEE
—i
—ü—
—R
U
————
— — ——
Kleinhaus für 2 Familien. Dachgeschoß.
s5D