Volltext : Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1918, Bd. 13, Heft 1/12)

ich folgende Vor⸗
deile: Die meist
schattigen und er⸗
traglosen Stra⸗
ßenvorgärten
fallen weg u. sind
zu den hausgär⸗
tengeschlagen, der
hintere Garten⸗
zufuhrweg fällt
ebenfalls weg u.
die Straßen blei⸗
ben stets besonnt
und deshalb trok⸗
zen, weil zwischen
den breiten Gär⸗
ten liegend. Die
hausseiten sind
von der Straße
entfernt und da⸗
durch ergibt sich
eine Art wirk⸗
licher Gartenhäu⸗
ser. Der beim
gewöhnlichen
Keihenhaus sehr schwer zu lösende Durchgang durch
die Küche oder sonst einen Nebenraum nach dem
Barten fällt ebenfalls fort. Die Baukosten werden noch
mehr verringert durch die dritte angebaute hausseite, deren
Wand nun ebenfalls gemeinschaftlich ist. Der Dachraum
wird größer, weil nur noch eine Seite schräg ist und kann
deshalb eher zu weiteren Schlafräumen ausgebaut werden.
In unseren Abbildungen auf Seite 46 ist ein solches Doppelreihenhaus
 abgebildet. Auf einer Grundfläche von kaum
30 qm ist hier Platz geschaffen für einen Schlafraum mit
eventuell 3 Betten, eine Koch⸗
stube mit Tisch und Bank,
einen Abort, sowie die Treppe
zum Dachboden und zum Unter⸗
geschoß. Für größere Familien
kann im Dachraum eine wei⸗
tere Schlafstube für 2 Betten
eingebaut werden. Dies ist
wohl der kleinste Typ und die
dilligste Anordnung für eine
Notwohnung. Wie wir uns
die Gelaͤndeaufteilung denken,
ist aus der kleinen Lageplan—⸗
kizze ersichtlich. Solche Reihen
dauten müssen, wenn irgend
möglich, in der Nord⸗Süd Rich—
tung erstellt werden, damit
beide Wohnseiten gleich gut
desonnt sind.
Für Kriegsgetraute, auch
kinderarme Familien, wird man
so einstockige, für kinderreiche
aber zweistochige Doppelrei⸗
henhäuser erstellen.
Bei einiger hingabe läßt sich sowohl ihr Äußeres
wie auch ihr Inneres gut ausbilden, so daß sie künst⸗
erisch genommen auch befriedigen und ihre Bewohner
das Gefühl, hier nur prooisorisch untergebracht zu sein.
bald verlieren werden
Bauhandwerker⸗ Westhewerb 1919.1
Die Beratung-stelle fur das Baugewerde beabsichtigt,
die vor dem Kriege regelmäßig itattaebabten Moft.

errr. ꝑGV

bewerbe für
Bauhandwerker
wieder aufzuneh⸗
men. Der nächste
Wettbewerb
wird Anfangs
Maärz 1919 zur
Ausschreibung
gelangen. Die
Wettbewerbs ar⸗
beitsen werden
nicht wie bisher,
nur in Stuttgart,
sondern in ver⸗
schiedenenStädten
Württembergs
gesammelt, dort
geprüft und aus⸗
gestellt werden,
so daß die Arbei⸗
ten eher dem In⸗
teressentenkreis
des einzelnen
Wettbewerbsteil⸗
nehmers zugäng⸗
lich sind. — Als Wettbewerbsgegenstände sollen, soweit
ingängig, solche Bauteile gewählt werden, die in den
n nächster Seit zur Ausführung kommenden Klein
'edelungen verwendet werden können, so daß der
ich am , Wettbewerb beteiligende Bauhandwerker nicht
u befürchten braucht, daß seine mit vieler Sorg—⸗
alt angefertigte Arbeit nach Schluß des Wettbewerbs
nuf der Rumpelkammer herumstehen wird, denn auch die
chlechteste der eingesandten Arbeiten wird wohl immer noch
rgendwo zu gebrauchen sein. Wir bringen in unseren
deistehenden Abbildungen eine
Auslese der Wettbewerbs—
arbeiten für das Jahr 1919.
Der Wettbewerb selbst wird
in einem der nächsten Ge—⸗
werbeblätter zur Aus schrei⸗
bung gelangen. Die ge—⸗
aauen Unterlagen sind dann
päter von der Beratungs⸗
stelle für das Baugewerbe
in Stuttgart, Kanzleistr. 26un
elbst zu beziehen.

—E——
— — Waan

Wettbewerbsvorlage für Slaschner.

Furnecuro ιJ.

—

d Die 9—
Beratungsstelle
Jd für das g9
Baudgdewerbe

no'selle für dey _ν—DA. α
* —— —— — — — — —— ———
Weitbewerbsoorlage für Stukkateure.

erteilt den Angehörigen
sämtlicher Zweige des Bau⸗
gewerbes, sowie Staats⸗ und
Gemeindebehörden Rat in
allen künstlerischen und technischen (jedoch grundsätzlich
nicht in baupolizeilichen und rechtlichen) Fragen. Sie
iberarbeitet oder begutachtet Skizzen, Entwürfe und
Detailzeichnungen. Mundliche Aus kũnfte (auch telephonisch)
rostenlos Dienstags und Donnerstags von */23 -/27 Uhr
iachmittags, Freitags von 9- 12 Uhr vormittags in dem
hbebäude Kanzleistraße Nr. 261 in Stuttgart. Schriftliche
duskünfte, Zeichnungen, Vorlagen und Modelle gegen
mäkioe Gehühren i⸗derzeit.

raw schriftl. Oberbaurat p aulschmohl, Dir. d. Baugewerkeschule, Vorst d Beratungsst. f.d. Baugew.; Verl.v. Wilh. Mm e w er⸗Alschen; Druck
on Carl GrüningerNachf. Ernst Klett, jämtl. in Stuttgart. — Für d. Bezieher d. Gewerbebl.a. Württ. unentgeltl. Im Buchhandel M. 3.50 jährl.

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